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Wildes Deutschland: Der Spreewald

Lange Zeit war der Spreewaldkahn das Hauptverkehrsmittel im von Fließen und Kanälen durchzogenen Spreewald.
Lange Zeit war der Spreewaldkahn das Hauptverkehrsmittel im von Fließen und Kanälen durchzogenen Spreewald. | Bild: NDR / Christoph Hauschild

Südöstlich von Berlin erstreckt sich eine geheimnisvolle Flusslandschaft – mehr Wasser als Land – eine Region wie aus einem Märchen. Hier beendet die Spree ihren zügigen Lauf und wandelt ihre Gestalt. Sie teilt sich auf in ein Geflecht aus unzähligen Wasserläufen und Inseln: der Spreewald.

Bis heute gibt es im Spreewald verborgene Winkel, die bisher kaum ein Mensch betreten hat. Hier haben sich Schwarzstorch, Kranich und Seeadler zurückgezogen. Die fischreichen Fließe bieten dem scheuen Fischotter ideale Lebensbedingungen und im Herbst sind die geheimnisvoll röhrenden Rufe der Rothirsche aus den Erlenbrüchen zu hören.

Der Spreewald: Einmaliges Naturjuwel

Die Spree ist Brandenburgs attraktivster Fluss, der Spreewald eines der reizvollsten und beliebtesten Reiseziele in den neuen Bundesländern. Sein Binnendelta ist eine uralte Kulturlandschaft, Siedlungsgebiet der westslawischen Sorben, die eng mit ihrem Lebensraum verbunden sind. Gleichzeitig ist der Spreewald ein einmaliges Naturjuwel. Kultur, Natur und Tourismus – scheinbar Widersprüchliches – wird im Spreewald bewahrt, der 1990 zum Unesco Biosphärenreservat erklärt wurde.

Eine Region wie aus einem Märchen – der Spreewald im Südosten Brandenburgs.
Eine Region wie aus einem Märchen – der Spreewald im Südosten Brandenburgs. | Bild: NDR / Christoph Hauschild

Die Naturdokumentation "Wildes Deutschland – Der Spreewald" erzählt von einem ungewöhnlichen Lebensraum, der vom Menschen stark beeinflusst und dennoch naturnah ist. Der Film stellt seine traditionsbewussten Bewohner, die Sorben, vor, die aus einer längst vergangenen Zeit zu stammen scheinen. Das Dorf Lehde ist das wohl reizvollste Spreewaldidyll, von vielen Gräben durchzogen, unter schattenden Bäumen versteckt, voller malerischer Winkel. In diesem Wasserlabyrinth liegen die Höfe – viele von ihnen sind auch heute nur mit dem Kahn zu erreichen.

Eine der außergewöhnlichsten Flusslandschaften Deutschlands

Gefühlvoll setzt Christoph Hauschild die einzigartige Flusslandschaft in Szene. Aufnahmen aus dem Heißluftballon zeigen den Spreewald aus luftiger Perspektive. Extreme HD-Zeitlupen von Prachtlibellen, Eisvögeln und Fischottern sowie Zeitrafferaufnahmen gewähren Einblicke in die Welt der tierischen Bewohner des Wasserlabyrinthes und verleihen dem Film den besonderen Hochglanzlook.

Zieht der Winter ein, verbindet Eis die Inseln im Spreewald. Die sonst so nassen "Dorfstraßen" werden für Tage oder Wochen zu komfortablen Geh- und Fahrwegen. Nur wer einmal mühsam den Kahn be- und entladen hat, weiß die Hilfe des Winters zu schätzen. Unvergesslich, den Spreewald per Schlittschuh oder Schlitten zu durchwandern – eine der außergewöhnlichsten Flusslandschaften Deutschlands.

Ein Film von Christoph Hauschild

Erstausstrahlung: 24.10.2011

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