SENDETERMIN So., 06.02.22 | 13:15 Uhr | Das Erste

Wildes Deutschland – Unbekannte Tiefen (2)

Vom Harz bis zur Nordsee

Die Mecklenburger Seenplatte ist die größte zusammenhängende Wasserwildnis Deutschlands.
Die Mecklenburger Seenplatte ist die größte zusammenhängende Wasserwildnis Deutschlands. | Bild: NDR / Christoph Hauschild

Unsere heimischen Gewässer sind die vielleicht geheimnisvollsten Biotope in Deutschland. Die Autoren machen sich auf eine außergewöhnliche und teils gefährliche Reise vom Harz bis an die Nordsee. Eine Reise, die spannende Einblicke in eine bis dahin oft verborgen gebliebene Welt gewährt.

Hermannshöhle: Unterirdische Welt aus Tropfsteinen

Wenn im Frühling langsam Tauwetter einsetzt, kommen die schwarzen Augen der Vulkaneifel oder die schneebedeckten Wasserräder des Harzer Treppenregals wieder in Fluss. Die Kamera zwängt sich durch die schmalen Tunnel, die den Harz kilometerweit durchziehen und Heimat von Fröschen und Bergmolchen sind. Der Harz birgt ein weiteres Geheimnis. Vor Millionen von Jahren schuf das Wasser eine bizarre unterirdische Welt aus Tropfsteinen: Die Hermannshöhle. Hier lebt ein fabelhaftes Wesen in völliger Dunkelheit, der Grottenolm.

Riesige Fischvorkommen in der Mecklenburger Seenplatte

Die Reise geht weiter nach Sachsen, wo über Jahrzehnte der Mensch durch Raubbau an der Natur in riesigen Braunkohle Tagebaugebieten die Erde durchwühlte. Nun erobert sich die Natur an aufgegebenen Flächen langsam ihren Platz zurück. Die Mecklenburger Seenplatte bietet einen ganz anderen Einblick in die Unterwasserwelt. Von den Gletschern der Eiszeit erschaffen liegen unzählige Seen dicht an dicht und bieten mit ihrem riesigen Fischvorkommen die Grundlage für Seevögel wie Fischadler oder Rohrdommel.

Über die Burgen des Bibers hinweg führt die Reise zur Elbe, wo der Versuch gestartet wurde, den ausgestorbenen europäischen Stör wieder anzusiedeln. Ein aufwendiges und langfristiges Vorhaben. Zu tausenden werden die jungen Fische in den Nebenarmen der Elbe ausgesetzt, in der Hoffnung dass einige in 18 bis 20 Jahren zu ihren Laichplätzen zurückkehren. Vorher allerdings müssen sie den Gefahren von Stellnetzen, Schleusen, Wehren, Schiffsschrauben oder ihren natürlichen Feinden trotzen, um am Ende vorbei an der Hafenstadt Hamburg zur Nordsee zu gelangen. Die Reise endet bei Helgoland, dem nordwestlichsten Außenposten Deutschlands.

Mit modernster Unterwasserkameratechnik, sowie Kran und Flugaufnahmen konnte ein Bild von Deutschland geschaffen werden, das dem Zuschauer so bislang verborgen blieb. Dabei entstand eine faszinierende Reise in Deutschlands unbekannte Tiefen vom Harz bis zur Nordsee.

Zweiteiliger Film von Gary Krosnoff und Matthias Kopfmüller

Erstausstrahlung: 14.09.2014

2 Bewertungen
Kommentare
Bewerten

Kommentare

Kommentar hinzufügen

Bitte beachten: Kommentare erscheinen nicht sofort, sondern werden innerhalb von 24 Stunden durch die Redaktion freigeschaltet. Es dürfen keine externen Links, Adressen oder Telefonnummern veröffentlicht werden. Bitte vermeiden Sie aus Datenschutzgründen, Ihre E-Mail-Adresse anzugeben. Fragen zu den Inhalten der Sendung, zur Mediathek oder Wiederholungsterminen richten Sie bitte direkt an die Zuschauerredaktion unter info@ard.de. Vielen Dank!

*
*

* Pflichtfeld (bitte geben Sie aus Datenschutzgründen hier nicht Ihre Mailadresse oder Ähnliches ein)

Kommentar abschicken

Ihr Kommentar konnte aus technischen Gründen leider nicht entgegengenommen werden

Kommentar erfolgreich abgegeben. Dieser wird so bald wie möglich geprüft und danach veröffentlicht. Es gelten die Nutzungsbedingungen von DasErste.de.