SENDETERMIN Mo, 20.03.17 | 20:15 Uhr | Das Erste

Wildes Südafrika (3): Wo die Wüste blüht

Erlebnis Erde

PlayDer afrikanische Strauß ist der größte Vogel der Welt.
Wildes Südafrika (3): Wo die Wüste blüht | Video verfügbar bis 20.04.2017

Wo zwei Weltmeere aufeinander treffen und Pinguine beinahe Nachbarn von Löwen sind; wo sich Wale und Delfine tummeln, aber auch Elefanten und riesige Nilkrokodile leben: Das ist Südafrika – ein Land so bunt wie ein ganzer Kontinent. Wie kommt es zu solcher Vielfalt auf einem so begrenzten Raum? Die dreiteilige Reihe "Wildes Südafrika" geht dem Geheimnis auf den Grund. In der dritten Folge dreht sich alles ums Überleben in der Trockenheit – von der Halbwüste Karoo bis in die Kalahari. 

Serval – ein ausgezeichneter Jäger

Im hohen Gras der Karoo lauert der erfolgreichste Jäger unter den Katzen Afrikas: ein Serval! Seine extrem langen Beine, der lange Hals und sein exzellentes Gehör machen ihm zum perfekten Jäger auf diesem Terrain. Sogar an wehrhafte Schlangen traut sich der Serval heran. Doch der junge Kater hat noch nicht viel Erfahrung mit Beute, die zurückbeißen kann...

Nur wenige Wochen alt ist das Serval Kätzchen noch auf seine Mutter angewiesen.
Nur wenige Wochen alt ist das Serval Kätzchen noch auf seine Mutter angewiesen.

 

Nicht Löwen oder Leoparden sind Südafrikas erfolgreichste Raubtiere: Die seltenen Wildhunde jagen im Rudel deutlich effizienter als ihre Konkurrenz. Von mehreren Seiten gleichzeitig greifen sie eine Herde Gnus an, versuchen, ein einzelnes Beutetier zu isolieren. Doch die Gnus wissen sich zu wehren – instinktiv bleiben sie dicht zusammen. So haben die Angreifer kaum eine Chance. Dabei stehen die Wildhunde unter enormem Druck: Die Leithündin hat hungrige Welpen zu ernähren. 

Richtung Norden wird Südafrika immer trockener. An der Grenze zu Namibia liegt das trockenste und heißeste Gebiet des Landes: die Kalahari. Die wenigen Wasserstellen sind die Überlebensquellen der Wüste, auch für das Volk der San.

Ursprünglichste Form der Jagd des Menschen

Die Männer jagen große Beute wie vor Jahrtausenden: Weil sie Verstecke für Trinkwasser anlegen, können die geduldigen Jäger einer Oryxantilope bis zu deren absoluten Erschöpfung auf den Fersen bleiben. Diese Hetzjagd ist die ursprünglichste Form der Jagd des Menschen, seine extrem gute Ausdauer macht ihn so erfolgreich.

Doch auch die Gejagten haben sich angepasst: Afrikas Tierwelt hat über die Generationen gelernt, mit den Jägern umzugehen – ein Grund mehr für die bis heute riesige Artenvielfalt im Süden des Kontinents. 

Während der Blütezeit in Namaqualand erstrahlen manche Flächen in einer einzigen Farbe.
Während der Blütezeit in Namaqualand erstrahlen manche Flächen in einer einzigen Farbe.

Blühende Wüsten

Namaqualand – monatelang beherrschen flirrende Hitze und extreme Trockenheit die Region im Westen Südafrikas. Leben auf Sparflamme, bis sie endlich fallen: die ersten Regentropfen! Dann geht alles ganz schnell: Abertausende Blüten knospen plötzlich zur selben Zeit. Die karge Halbwüste bedeckt mit einem Mal ein bunter Blütenteppich. Die blühende Wüste ist ein weiteres der vielen Naturwunder diese Landes: So vielfältig wie ein ganzer Kontinent – das ist nur Südafrika. 

Nach dem internationalen Erfolg von "Mythos Kongo" drehten Thomas Behrend und sein Team von Blue Planet Film zwei Jahre lang für die Reihe "Wildes Südafrika". Mit modernster Kameratechnik reisten die Tierfilmer vom Kap bis in die Kalahari – immer auf der Suche nach spannenden und außergewöhnlichen Tiergeschichten am südlichsten Zipfel Afrikas. 

Dreiteiliger Film von Thomas Behrend und Heike Grebe