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Erlebnis Erde: Wildes Uganda

Unter Beobachtung: Silberrücken Mugisha ist der Anführer einer zwölfköpfigen Gruppe von Berggorillas, die seit mehr als 20 Jahren von Biologen des Leipziger Max-Planck-Instituts erforscht wird.
Unter Beobachtung: Silberrücken Mugisha ist der Anführer einer zwölfköpfigen Gruppe von Berggorillas, die seit mehr als 20 Jahren von Biologen des Leipziger Max-Planck-Instituts erforscht wird. | Bild: NDR/doclights/Terra Mater Facutal Studios / Harald Pokieser

Weite Savannen, alte Vulkanriesen, salzhaltige Höhlen. Winston Churchill nannte Uganda einst "die Perle Afrikas". Das Land im Osten Afrikas ist nur etwa zwei Drittel so groß wie die Bundesrepublik Deutschland und umfasst doch Landschaften, die unterschiedlicher kaum sein könnten.

Zwischen dem Ruwenzori-Gebirge im Westen und dem Vulkan Mount Elgon im Osten erstreckt sich das Land mit heißen, trockenen Savannen, unberührten Regenwäldern, dem größten Süßwassersee des Kontinents und einem fruchtbaren, dicht besiedelten Zentrum. Ein Kaleidoskop unterschiedlicher Lebensräume mit einer faszinierenden, oft einmaligen Tier- und Pflanzenwelt.

Frühmorgens ist es empfindlich kalt: Bevor es auf Futtersuche geht, wärmen sich die Zebramangusten in der Sonne – und aneinander.
Frühmorgens ist es empfindlich kalt: Bevor es auf Futtersuche geht, wärmen sich die Zebramangusten in der Sonne – und aneinander. | Bild: NDR/doclights/Terra Mater Facutal Studios / Harald Pokieser

Im Dschungel des Bwindi Nationalparks leben besonders seltene Tiere: Berggorillas. Dort sind etwa 400 der ca. 1.000 Primaten, die im Grenzgebiet zwischen Ruanda, Uganda und der Demokratischen Republik Kongo zu finden sind, zu Hause. Die Gene der Berggorillas entsprechen zu etwa 98 Prozent denen des Menschen. Die Menschenaffen leben in kleinen Gruppen mit einem männlichen Alphatier, dem sogenannten Silberrücken, sowie mehreren Weibchen und ihrem Nachwuchs aus verschiedenen Jahren.

Am Mount Elgon ereignen sich nachts seltsame Dinge

Seit zwei Jahrzehnten werden die Gorillas von Biologen des Max-Planck-Instituts in Leipzig beobachtet. Kein Wunder, dass die Tiere Namen tragen und alle bestens bekannt sind: Anführer Muzika beschützt sechs Weibchen, drei Jugendliche und zwei Neugeborene. Der kleinste Neuzugang ist ein Weibchen namens Nyakabara, auf das sich die ganze Aufmerksamkeit des Clans konzentriert.

Auch der Mount Elgon im Osten des Landes bietet einmalige Geschichten. In den Höhlen des alten Vulkans scheint es zu spuken, nachts ereignen sich hier seltsame Dinge. In der völligen Finsternis sind merkwürdige Geräusche und Bewegungen zu hören. Haben die Elefanten etwas damit zu tun, deren Gruppen diese Region durchstreifen?

Männerbünde: Lange dachte man, sie seien Einzelgänger, doch im Süden des Queen Elizabeth Nationalparks kommen die großen Elefantenbullen zusammen. Warum sie sich hier treffen ist noch unerforscht.
Männerbünde: Lange dachte man, sie seien Einzelgänger, doch im Süden des Queen Elizabeth Nationalparks kommen die großen Elefantenbullen zusammen. Warum sie sich hier treffen ist noch unerforscht. | Bild: NDR/doclights/Terra Mater Facutal Studios / Harald Pokieser

Der Queen-Elizabeth-Park bietet ebenfalls Erstaunliches: Hier haben Mangustenfamilien und Warzenschweine zu einer Symbiose gefunden, die es nirgends sonst zu beobachten gibt.

Von den riesigen Krokodilen an den Murchison Falls über die berühmtesten Bewohner des Kibale Nationalparks, den Schimpansen: Der Filmemacher Harald Pokieser hat die faszinierendsten Seiten dieses vielseitigen Landes in einmaligen Bildern festgehalten und erzählt die spannendsten Geschichten dieser Tierwelt atmosphärisch dicht, packend und anrührend.

Ein Film von Harald Pokieser

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