Worum es bei "Soundtrack Deutschland" geht

Soundtrack Deutschland Jan Josef Liefers Axel Prahl
Jan Josef Liefers und Axel Prahl lassen deutsche Musikgeschichte Revue passieren. | Bild: MDR / Julia Bauer

Berlin, im Sommer 1987. Im Westteil der Stadt singt David Bowie auf einem Open-Air-Konzert den wohl pathetischsten Popsong, der je über die Mauer geschrieben wurde. Die zigtausend Fans vor dem Berliner Reichstag singen seinen Song "Heroes" begeistert mit. Aber die wahren Helden an diesem Abend stehen auf der anderen Seite der Mauer. Hunderte begeisterte Musikfans haben sich in Ostberlin versammelt, um den Sound aus dem Westen hören zu können. Sehen können sie ihr Idol leider nicht. Und das nervt! Trotzdem singen, tanzen und feiern sie mit und zum ersten Mal in der Geschichte der Teilung Deutschlands ertönt der Ruf "Die Mauer muss weg!"

Jan Josef Liefers und Axel Prahl führen durch die Doku

Musik verbindet und sprengt auch Grenzen. Zur Feier des 25. Jahrestages der Wiedervereinigung zeigt Das Erste eine außergewöhnliche Musik-Dokumentation. Das "Tatort"-Duo Jan Josef Liefers und Axel Prahl ist mit einer neuen Mission betraut: Sie sollen die gemeinsame DNA von Musikfans und Musikern in Ost und West aufspüren! Der "Ossi" Liefers und der "Wessi" Prahl erklären sich auf ihre kauzig-schnodderige Art gegenseitig, worum es im jeweils anderen Deutschland wirklich ging. Für die einen war es "Engtanzen", für die anderen war es "Blues". Aber eigentlich ging es auf beiden Seiten doch immer nur um das Gleiche.

Musiker wie Campino, Nena oder Udo Lindenberg unterstützen die beiden

Soundtrack Deutschland Jan Josef Liefers Axel Prahl Max Raabe
Jan Josef und Liefers Axel Prahl fachsimpeln mit Max Raabe über Musik. | Bild: MDR / Julia Bauer

Liefers und Prahl führen durch diese Zeitreise, in der die größten, deutschen Musikstars sich sehr persönlich an die Zeit der Teilung und Wiedervereinigung erinnern. Auch mit Hilfe von historischem Archivmaterial und aufwendig gedrehten Spielszenen wird diese spannende Zeit lebendig. Es entsteht ein einzigartiger Blick auf die deutsche Geschichte – eine unterhaltsame, witzige, nachdenkliche, musikalische, emotionale und politische "Revue d'histoire". Unterstützt werden die beiden dabei von Herbert Grönemeyer, Marteria, Silly, Campino/Die Toten Hosen, Nena, Udo Lindenberg, Lena Meyer-Landrut, Peter Maffay, Die Puhdys, Sido, Adel Tawil, Judith Holofernes, Annette Humpe, Clueso, Flake/Rammstein, Scorpions und vielen anderen.

Regisseur Sergej Moya: "Musik ist identitätsstiftend"

Regisseur Sergej Moya, der im vergangenen Jahr mit Jan Josef Liefers den "Soundtrack meines Lebens" realisierte, zeigt eindrucksvoll, wie Musik anlässlich von 25 Jahren Wiedervereinigung die deutsche Gesellschaft verändert hat. Moya: "Ich denke, dass keine andere Kunstform identitätsstiftender ist als die Musik und sie dadurch für die Menschen mit der eigenen Biografie für immer verbunden bleibt. Das Ganze aus Ost- und Westperspektive klingen zu lassen und die Unterschiede und Gemeinsamkeiten beider Soundlandschaften zu dechiffrieren, ist dabei hoffentlich genauso unterhaltsam wie emotional."

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Gönnen sich eine Pause bei der Reise durch die musikalische Geschichte Deutschlands: Jan Josef Liefers und Axel Prahl. | Bild: MDR / Julia Bauer

Vor der dreiteiligen Dokumentation, die am Dienstag, 29. September, Mittwoch, 30. September und Donnerstag, 1. Oktober 2015, jeweils um 21:50 Uhr im Ersten zu sehen sein wird, läuft die 3. Staffel der preisgekrönten Serie "Weissensee" in Doppelfolgen ab 20:15 Uhr.