Warum drehen sich Hochs und Tiefs?

Schuld daran ist die Corioliskraft, die entsteht, weil die Erde eine sich drehende Kugel ist. Wäre das nicht so, würde die Luft stets direkt aus dem Hoch hinaus und ins Tief hinein strömen. Die Luftdruckunterschiede würden also sofort ausgeglichen. Die Wirklichkeit sieht aber so aus: Sobald die Luft aus dem Hoch hinausströmt, sich also bewegt, wird diese Strömung auf der Nordhalbkugel durch die Corioliskraft nach rechts abgelenkt. Folge: Das Hoch dreht sich nach rechts – also im Uhrzeigersinn.

Beim Tief: Die Luft strömt auf den Tiefkern zu und wird ebenfalls nach rechts abgelenkt. Gleichzeitig zieht der Tiefkern die Luft aber an, die sogenannte Druckgradientkraft wirkt und ist aufgrund der Reibung etwas größer als die Corioliskraft. Folge: Das Tief dreht sich auf der Nordhalbkugel nach links – also gegen den Uhrzeigersinn. Auf der Südhalbkugel ist alles genau anders herum, weil die Corioliskraft dort nach links wirkt.