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Die Crew aus Staffel 10

Kapitän Robert Fronenbroek (Folgen 421 – 429 ): Nach über 20 Jahren auf See muss Robert Fronenbroek seine niederländische Heimat manchmal wie eine völlig andere Welt vorkommen. Im kleinen, aber geschäftigen Seehafen IJmuiden unweit von Amsterdam hat der Kapitän der "Weißen Lady", der mittlerweile mit seiner Frau, seiner Tochter und seinem Border Collie in Seattle lebt, die ersten maritimen Schritte gemacht und beim Blick auf die Nordsee seine Bücher über die Seefahrt gewälzt.  | Bild: Bewegte Zeiten / BR

Kapitän Robert Fronenbroek (Folgen 421 – 429 ): Nach über 20 Jahren auf See muss Robert Fronenbroek seine niederländische Heimat manchmal wie eine völlig andere Welt vorkommen. Im kleinen, aber geschäftigen Seehafen IJmuiden unweit von Amsterdam hat der Kapitän der "Weißen Lady", der mittlerweile mit seiner Frau, seiner Tochter und seinem Border Collie in Seattle lebt, die ersten maritimen Schritte gemacht und beim Blick auf die Nordsee seine Bücher über die Seefahrt gewälzt.

Doch was es wirklich bedeutet, das Kommando über ein Schiff und seine Mannschaft zu haben, lernt man an anderen Ecken der Welt. Dort, wo sich einem Kapitän Fragen stellen, deren Antworten weitreichende Konsequenzen für alle Menschen an Bord haben. Wie garantiere ich die Sicherheit eines Schiffes im Golf von Guinea, der für seine Piraterie berüchtigt ist? Wie erreicht man einen ghanaischen Hafen, wenn sich der örtliche Lotse einfach nicht blicken lässt? Und welches ist der richtige Anlass, endlich einmal die Schildkröten-Manschettenknöpfe anzulegen?

Wie knifflig die Situation auch sein mag, Robert Fronenbroek meistert sie mit der für ihn typischen wohltuenden Routine – und einem Lebensmotto, das ihn schon seit vielen Jahren begleitet: "Es gibt keine Probleme. Es gibt nur Lösungen."

Kapitän Elmar Mühlebach (Folgen 430 – 470): Wobei geht einem waschechten Kapitän das Herz auf? Was kann in Augen, die vermeintlich schon alles gesehen haben, noch Begeisterung auslösen? Es ist der Moment, in dem man mit einem neuen Schiff zum ersten Mal den Hafen verlässt! Seit mehr als 15 Jahren fährt Kapitän Elmar Mühlebach seine Passagiere sicher über die Weltmeere, davor hat er sich auf Forschungsschiffen seine Sporen verdient. Sechs Monate im Jahr ist der Seemann aus dem Schwarzwald oberster Taktgeber seiner Brückenbesatzung – vom eifrigen Kadetten-Nachwuchs bis hin zum erfahrenen Staff-Kapitän.

Doch als das Schiffshorn der "Prinzessin" zum ersten Mal für ihn erklingt und der Hafen von Funchal langsam hinter dem Horizont verschwindet, ist der Lehrer plötzlich wieder zum Schüler geworden. Unter Anleitung von Kollege Jens Thorn soll Kapitän Elmar Mühlebach seine neue "Lady" zunächst kennenlernen, bevor er dann in der Karibik wieder das alleinige Kommando für die Passage durch den Panamakanal, um das launische Kap Hoorn und in den Amazonas hinein übernimmt.

Was der passionierte Seemann zu diesem Zeitpunkt nicht ahnt: Schon diese erste Reise wird sich zu einer logistischen und emotionalen Grenzerfahrung entwickeln, die ihn und das Schiff, sowie alle Menschen an Bord auf ewig verbinden wird …

Staff-Kapitän Burkhard Müller (links, Folgen 443 – 470): Dass von Beginn an alles glatt läuft, wenn das neue Mitglied einer Schiffsflotte seine ersten Runden auf den Ozeanen dreht, wird niemand ernsthaft erwarten, der schon mal ein paar Schritte in Arbeitsmontur an oder unter Deck gemacht hat. Genauso wenig würde diese Person jedoch in dieser Situation jemanden wie Burkhard Müller von der Planke stoßen. Nicht nur, weil der Mecklenburger mittlerweile 40 Jahre Erfahrung im Bereich der Seefahrt vorzuweisen hat, sondern weil er dabei stets aus verschiedenen Blickwinkeln auf seinen Tätigkeitsbereich geschaut hat, ob als Kapitän oder Staff-Kapitän in der Praxis oder auch als Leiter umfassender nautischer Trainings in der Theorie.

Burkhard Müller kennt alle Ecken und Winkel seines Geschäfts – und bietet seit 2017 selbstständig von der Durchführung von Schulungen bis hin zum persönlichen Einsatz auf Hoher See das maritime Rundum-sorglos-Paket an. Wenn also die "Prinzessin" ordnungsgemäß geparkt, die Crew gedrillt oder im Amazonas mangels stabiler Pier spontan ein kompletter Ponton angebaut werden muss: Der Hobby-Triathlet aus Rostock ist in jeder Hinsicht vom Fach!

Junior-Offizier Julian Hartmann (Folgen 421 – 429): Auf der Brücke geben Julian Hartmann die Wellen den Takt vor. Seit 2012 fährt der aus Memmingen stammende Junior-Offizier zur See und verstärkt nun das Brückenteam um Kapitän Robert Fronenbroek bei der atemberaubenden Passage entlang Afrikas Küsten. Zwischen den traumhaften Klippen der Kapstädter Halbinsel und seinen ersten Ringer-Lehrstunden an den Stränden Gambias geht dem Nachwuchs-Seemann, der sein Nautikstudium in Bremen absolviert hat, das Herz weit auf. Denn wo könnte der passionierte Musiker, der regelmäßig am Schlagzeug seine flinken Finger trainiert, besser neue aufregende Rhythmen in sich aufsaugen, als dort, wo sie zuhause sind?

Kreuzfahrtdirektorin Manuela Bzdega (Folgen 421 – 429): Am Lächeln in ihrem Gesicht merkt man, wie Manuela Bzdega es nach 25 Jahren auf Hoher See auch mal genießt, wenn sie einen kurzen Moment Abstand nehmen kann von all den organisatorischen Höchstleistungen, die nach einem Vierteljahrhundert auf Reisen den Arbeitsalltag durchziehen. Nun kann sie einfach hier sitzen, im Helikopter in Kapstadts luftigen Höhen, und die ameisengroßen Wolkenkratzer, den Tafelberg und den herrlichen Atlantik unter sich vorbeiziehen lassen.

Hier ist die in Erkrath wohnhafte Vollblut-Kreuzfahrtdirektorin einmal selbst begeisterte Passagierin. Genau die richtige Erfahrung, um zur "Weißen Lady" zurückzukehren und ihren eigenen Gästen mit frischer Kraft wieder dasselbe Gefühl von Freiheit mit auf den Weg über die Weltmeere zu geben ...

Kreuzfahrtdirektor Thomas Gleiß (Folgen 430 – 454): "Wenn ich reise, wohin kehre ich danach zurück?" – Es ist diese zentrale Frage, die sich Thomas Gleiß immer gestellt hat. Was bedeutet der Begriff "Heimat" überhaupt für jemanden, der als Sohn eines Entwicklungshelfers in Teheran und später Kairo aufgewachsen ist, einen großen Teil seiner Jugend auf fremden Kontinenten verbracht hat und sich später dazu entschloss, für 30 Jahre zur See zu fahren? Für Thomas Gleiß ist Heimat der Ort, an dem man zur Ruhe kommt. Dort, wo das laute Durcheinander des Kreuzfahrtalltags verstummt und abends nicht nur ein Foto, sondern tatsächlich die Liebsten selbst auf einen warten.

Im beschaulichen Ostfriesland hat der Familienvater gemeinsam mit Frau Katrin und seinen Söhnen Lio und Jonathan diesen Platz für seine Rückkehr gefunden – der jedoch aufgrund der vielen Monate auf See noch immer zu oft unerreichbar ist. Weil ihm das private Teilzeit-Glück nicht mehr ausreicht, sagt der sympathische Kreuzfahrtdirektor, der in Zukunft die Geschicke der Ozeanriesen verstärkt von Landseite aus steuern will, in Buenos Aires mit einem lachenden und einem weinenden Auge "Auf Wiedersehen". Nach über 1,5 Millionen geschüttelten Händen ...

Kreuzfahrtdirektor Christoph Schädel (Folgen 453 – 470): Sollte ein Kreuzfahrtdirektor – rein theoretisch natürlich! – mit seiner Arbeit an Bord einmal nicht ausgelastet sein, in welchem Schiffsdepartment ließe er sich wohl noch problemlos einsetzen? Wäre sein Name Christoph Schädel, läge die Antwort auf der Hand. Denn am gebürtigen Thüringer ist ein echter Luftakrobat verlorengegangen!

Doch während sein Talent am anspruchsvollen "Aerial Hoop" sogar Künstlerchef Steven Timmerman verstummen lässt, sollte nachdrücklich unterstrichen werden, dass Christoph Schädel, der mit seiner Familie in der Nähe von Manila auf den Philippinen lebt, auch auf seiner Stammposition bestens aufgehoben ist. Für sämtliche Widrigkeiten, die einem reibungslosen Ablauf einer Kreuzfahrt die Stirn bieten, hat er stets einen Plan B und C in der Jackettasche, sei es für überteuerte Liegegebühren, windbedingte Hafenausfälle – oder wenn einfach mal aus dem Stand ein 18-tägiges Unterhaltungsprogramm aus dem Boden gestampft werden muss …

Reiseleiterin Carolin Sattler (Folgen 422 – 426 und 447 – 451): Für eine Reiseleiterin sind Freundlichkeit und gute Laune das "A und O" eines gelungenen Arbeitstages. Doch das Urlaubsgefühl tagtäglich in die Herzen der Kreuzfahrtgäste zu bringen, ist nicht immer ganz so locker leicht, wie es bei Caro und ihren Kolleginnen und Kollegen meistens aussieht. Schließlich muss man auch bei den merkwürdigsten Fragen der Kategorie "Fahren die Tourbusse eigentlich an Bord des Schiffes mit?" ganz Profi bleiben.

Für das fröhliche Energiebündel aus dem beschaulichen Ötisheim in Baden-Württemberg kein Problem – immerhin steckt sie noch im Frühling ihrer Reiseleiter-Karriere. Mit einem frisch abgeschlossenen Tourismusmanagement-Studium in der Tasche geht es für Caro in ihrer ersten Festanstellung rund um die Welt, zum Beispiel auf eine sandige Kegelbahn mitten in der namibischen Wüste oder in das faszinierende und touristisch so gut wie unberührte Angola.

Küchenchef Aleksei Anisimov (Folgen 422 – 429): Es gehört zum kleinen Einmaleins der Kreuzfahrt-Kochkunst, dass ein Küchenchef in seinem Menü stets eine gute Mischung finden muss aus den örtlichen Spezialitäten der Reiseziele und den klassischen Gerichten, bei denen der Gast immer zugreifen kann, auch wenn beim afrikanisch gewürzten Antilopensteak mal der Gaumen streikt. Von Aleksei Anisimov fordern die Passagiere mittlerweile jedoch eine weitere Köstlichkeit vehement ein: Borschtsch! Für das Rezept aus seiner Heimat ist der in Sankt Petersburg lebende Chefkoch unter den Hobby-Gourmets des Bordrestaurants regelrecht berühmt – entsprechend kümmert er sich um die fachgerechte Zubereitung natürlich höchstpersönlich.

Auch ansonsten ist er immer dort, wo noch eine helfende Hand gebraucht wird. Sein Leitsatz dabei: "Ohne Liebe geht es nicht!" Und es wird schnell klar, dass mit Aleksei Anisimov jemand am Werk ist, der seine Arbeit liebt. Obwohl die Worte seiner Mutter, die sie ihrem damaligen Achtklässler mit auf den Weg gab, dann doch nicht ganz der Wahrheit entsprachen. "Sie sagte mir: 'Werde Koch. Dann bist Du immer sauber und immer satt.' – Jetzt bin ich immer schwitzig und immer hungrig …".