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Debatte um Feinstaub: Comeback für den Diesel

PlayEine Detailaufnahme von einem Dieselschriftzug auf dem Heck eines Autos
Debatte um Feinstaub: Comeback für den Diesel | Video verfügbar bis 25.09.2020 | Bild: picture alliance /chromorange / Christian Ohde

Inhalt in Kürze:
– Untersuchungen zufolge filtern Diesel-Fahrzeuge der Abgasnorm Euro 6d-TEMP in fast allen Fällen Feinstaub aus der angesaugten Umgebungsluft.
– Die Feinstaubwerte aus dem Auspuff waren zum Teil deutlich niedriger als in der angesaugten Stadtluft.
– Für hoch belastete Städte wie Stuttgart ist das eine gute Nachricht.

Der Diesel steht vor einem Comeback in deutschen Städten: Nachdem die Stickoxid-Emissionen des Diesel bei der neuesten Generation der Pkw mit Abgasnorm Euro 6d-TEMP kein Problem mehr darstellen, hat die Zeitschrift "auto motor und sport" auch das Feinstaubverhalten der modernen Selbstzünder untersucht. Feinstaub gilt bei Umweltmedizinern als problematisch, weil die kleinen Partikel tief in die Lunge eindringen können.

Die Ergebnisse der Tests überraschten selbst die Messingenieure: Die getesteten Diesel-Fahrzeuge der Abgasnorm Euro 6d-TEMP filtern in fast allen Fällen sogar Feinstaub aus der angesaugten Umgebungsluft. Die Feinstaubwerte aus dem Auspuff waren gerade bei hochbelasteter Luft deutlich niedriger als in der angesaugten Stadtluft.

Gute Nachricht für belastete Städte

Detailaufnahme eines Pkw-Auspuffs.
Moderne Diesel könnten die Städte hinsichtlich der Feinstaubbelastung entlasten. | Bild: Colourbox / Søren Thomsen

Moderne Diesel als fahrende Feinstaubfilter – für hochbelastete Städte wie Stuttgart ist das eine gute Nachricht. Denn hier wird der Feinstaub-Grenzwert noch immer regelmäßig überschritten. Die Modernisierung der Fahrzeugflotte könnte jetzt auch beim regelmäßig ausgerufenen Stuttgarter Feinstaubalarm Entlastung bringen. Versuche, den Feinstaub an den am meisten betroffenen Straßen im Stadtgebiet mit stationären Filtern oder Kehrmaschinen zu entfernen, brachten bislang nur sehr geringe Erfolge.

Beitrag: Thomas Berbner
Kamera: Florian Kössl
Schnitt: Victor Pfannmöller

Stand: 25.09.2019 23:43 Uhr

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Norddeutscher Rundfunk
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