SENDETERMIN Mi., 13.07.22 | 21:15 Uhr | Das Erste

Sendung vom 14.07.2022

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Flut-Opfer: "Systemversagen" bei der Spenden-Verteilung

Noch immer lagern dreistellige Millionen-Beträge auf den Konten der großen Hilfsorganisationen für die Flutopfer. Die Deutschen haben in den letzten zwölf Monaten gewaltige Summen gespendet, doch das Geld kommt nur in Bruchteilen als direkte finanzielle Unterstützung bei den Menschen in den Überflutungsgebieten an. Fachleute sprechen von "Systemversagen". "Plusminus" hakt nach, warum in Deutschland nicht schnell und unbürokratisch geholfen wird. Die Hilfsorganisationen sind nur zum Teil schuld. "Plusminus" zeigt, welche Bremserrolle Behörden und Ministerien spielen.

Flutschäden: Kommt eine Pflicht-Versicherung für alle?

Starkregen und Hochwasser: Mobiliar und Haus verwüstet. Solche Schäden übernimmt nur eine Elementarschadenversicherung. Die aber muss man zusätzlich als Ergänzung zur Hausrats- oder normalen Wohngebäudeversicherung abschließen, die in der Regel nur Sturm und Hagelschäden abdeckt. Doch mit der Elementarschadenversicherung ist es gar nicht so einfach. Wohnt man nah an einem Bach oder Fluss, ist das Risiko von Flutschäden sehr hoch und eine Police würde extrem teuer oder Versicherer verweigern sogar den Schutz. Deshalb haben nun die Justizminister der Länder den Weg frei gemacht für eine verpflichtende Elementarschadenversicherung. Verbände bringen jetzt ihre Entwürfe ein. Wie, wann und ob eine Pflichtversicherung kommt ist allerdings noch offen, so lange müssen Wohneigentümer und Eigentümerinnen selber vorsorgen.

Zocker treiben Lebensmittelpreise

Nicht nur Russlands Krieg gegen die Ukraine und die Energiekrise heizen die Preisexplosionen bei Lebensmitteln an. Wetten von Finanzinvestoren auf künftige Preise von Agrarprodukten sind mitverantwortlich für deren Verteuerung. Deshalb fordern Experten Beschränkungen auf solche Finanzwetten. Sie halten Zockereien auf Agrar-Rohstoffpreise für unethisch und unerträglich. Bauern, die sich ebenfalls gegen Preisrisiken absichern müssen, schlagen Alarm. Sie beklagen, dass institutionelle Anleger auf ihrem Rücken Gewinne machen.

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