SENDETERMIN So, 21.02.16 | 23:35 Uhr

Die Musik aus der Sendung vom 21. Februar 2016

Iggy Pop
Iggy Pop | Bild: dpa

Ganz selbstverständlich war es in vergangenen Jahrhunderten, dass die größten Musiker Gedichte ihrer Zeitgenossen vertonten. In der 121. Ausgabe von "druckfrisch" gibt es gleich zwei Beispiele dieser vergangenen Kunst zu hören.

Gruß an den Dadaismus

Die 80iger Jahre-Helden von den "Talking Heads" vertonten 1979 einige
Zeilen aus dem dadaistischen Ursprungsgedicht "Gadji Beri Bimba" von Hugo Ball und nannten den Song, den Brian Eno mit einigen afrikanischen Rhythmen aufbesserte, "I Zimbra". Das ist nicht nur musikalisch ein Gruß des Regisseurs an die Dadaisten (hörbar zu Beginn der Bestsellerliste).

Noch unglaublicher ist die neueste Kunstanstrengung von Iggy Pop, der
zusammen mit dem Berliner Elektronik-Duo "Tarwater" und dem Avantgarde-
Fiepser "Alva Noto" eine CD herausgebracht hat, auf der der Pop-Berserker
Gedichte von Walt Whitman zu elektronischer Untermalung rezitiert. Wenn
man auf dem Bahnhof auf den Nobelpreisträger Orhan Pamuk wartet, hört
sich das gut an.

Uralt – aber gut!

Eröffnet wird die Sendung von dem Uralt Hit "Oh Well" von der Ursprungsbesetzung von Fleetwood Mac – aus einer Zeit, als dort der Wundergitarrist Peter Green, eine der tragischsten Figuren des Rock, dort noch den Ton angab. Das Schicksal von Peter Green, der nach einem verhängnisvollen LSD-Trip (in München) seine Karriere weitgehend beendete, ist aktuell Vorbild des Krimis "Mad Dog Blues" von Max Bronsky.

Ansonsten in der Sendung: "The Notorious B.I.G." und sein Rap "Everyday Struggle" – allerdings in einem fast unverschämten Remix/Mashup des Austrialiers Dead Battery, der dem New Yorker Hip-Hopper erst ein grooviges Klavier und dann noch Aretha Franklin unterjubelt: Grandios und unverschämt!

Top of Februar 2016


Die Musiker des Monats Februar 2016 haben sich den anregenden Namen "Cigarettes After Sex" gegeben und werden von dieser Auszeichnung keinerlei finanziellen Gewinn durch CD-Verkäufe haben. Sie veröffentlichen ihre Musik –und damit auch den Song "Nothing's Gonna Hurt You Baby", der das Gespräch mit Thea Dorn einleitet – bislang ausschließlich im Netz.

Fehlt noch das Abspann-Lied, mit dem wir auch Umberto Eco gedenken: Es handelt sich um Ennio Morricones wunderschönes "The Good, the Bad & the Ugly", gespielt vom Star-Cellisten Yo-Yo Ma als wär es eine Sonate von Brahms.

Die Musik vom 21. Februar 2016
SongInterpret
Oh WellFleetwood Mac
Everyday Struggle (Dead Battery Remix)The Notorious B.I.G
I ZimbraTalking Heads
Out Of The Rolling Ocean The CrowdIggy Pop/ Tarwater/  Alva Noto
Nothing's Gonna Hurt You BabyCigarettes After Sex
The Good, the Bad & the UglyYo-Yo Ma, Enni Morricone & the Roma S

Stand: 23.02.2016 12:03 Uhr

0 Bewertungen
Kommentare
Bewerten

Kommentare

Kommentar hinzufügen

Bitte beachten: Kommentare erscheinen nicht sofort, sondern werden innerhalb von 24 Stunden durch die Redaktion freigeschaltet. Es dürfen keine externen Links, Adressen oder Telefonnummern veröffentlicht werden. Bitte vermeiden Sie aus Datenschutzgründen, Ihre E-Mail-Adresse anzugeben. Fragen zu den Inhalten der Sendung, zur Mediathek oder Wiederholungsterminen richten Sie bitte direkt an die Zuschauerredaktion unter info@daserste.de. Vielen Dank!

*
*

* Pflichtfeld (bitte geben Sie aus Datenschutzgründen hier nicht Ihre Mailadresse oder Ähnliches ein)

Kommentar abschicken

Ihr Kommentar konnte aus technischen Gründen leider nicht entgegengenommen werden

Kommentar erfolgreich abgegeben. Dieser wird so bald wie möglich geprüft und danach veröffentlicht. Es gelten die Nutzungsbedingungen von DasErste.de.

Sendetermin

So, 21.02.16 | 23:35 Uhr