SENDETERMIN So, 28.10.18 | 23:50 Uhr

Andreas Eschbach: "NSA"

Playandreas eschbach

Der 2. Weltkrieg im Zeitalter der Digitalisierung – Andreas Eschbach schreibt die deutsche Geschichte um und entwirft damit ein bedrohliches, erschreckend realistisches Zukunftsszenario.

Vergangenheit als Science Fiction: Was wäre geschehen, wenn bereits die Nazis über die Technologie des 21. Jahrhunderts mit Internet, Computer und Smartphones verfügt hätten? In diesem überraschenden Setting dekliniert Andreas Eschbach alle möglichen Verbrechen des Nationalsozialismus durch. Wir begegnen Opfern und Tätern:  Anne Frank, Robert Oppenheimer, Heinrich Himmler und Josef Mengele – Menschen, die entweder durch das Internet aufgespürt und ausspioniert worden wären oder die sich des Internets bedient hätten, um eben genau dies zu tun.

Die Bedrohung betrifft alle

Cover von Andreas Eschbachs Buch "NSA"
Cover von Andreas Eschbachs Buch "NSA" | Bild: Bastei Lübbe Verlag

Im Mittelpunkt der temporeichen Geschichte steht die "Programmstrickerin" Helene, eine Angestellt des sogenannten NSA, des "Nationalen Sicherheitsamtes". Dessen Aufgabe ist es, alle erdenklichen Daten zu sammeln, um Menschen und Maschinen weltweit zu erfassen, zu kontrollieren und zu manipulieren. Helene, die sich anfangs als begabte aber naive Programmiererin in den Dienst des NS-Staates stellt, muss bald erfahren, wie die Erfassung aller persönlichen Daten auch ihr eigenes Leben und das der von ihr geliebten Menschen existentiell bedroht.

Der Roman "NSA" zeigt, dass die Zukunft dieser von Andreas Eschbach facettenreich konstruierten Vergangenheit längst begonnen hat. Und der Leser muss erkennen: Nicht nur Fanatismus und Nationalismus bedrohen das selbstbestimmte Leben in einer freien Welt, sondern vor allem auch die schonungslose Diktatur der Daten.

Stand: 28.10.2018 18:10 Uhr

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