SENDETERMIN So., 12.05.19 | 23:05 Uhr | Das Erste

Laure Prouvost im Französischen Pavillon

Kunst aus Frankreich
Kunst aus Frankreich | Bild: BR

Hier qualmt und nebelt es auch. Metaphysischer Dampfkochtopf oder mystischer Palast? Vor allem: eine Verführung.  "Kommt! Wir gehen in die Tiefe des Unterbewussten", sagt Laure Prouvost und lädt uns sein.

Man soll sich seinen Weg suchen

Das Portal des Pavillons ist verschlossen. Die Besucher müssen hinten herum. "Ich wollte nicht, dass die Besucher durch den großen Eingang reinkommen. Man soll sich seinen Weg suchen. Man darf doch auch sonst im Leben nicht durch den großen Eingang. Das ist nicht der richtige Weg. Oft ist es doch auch schöner, den Hintereingang zu nehmen." Es geht über den Keller rein – und Prouvost hat noch einen Tipp: "Wenn du nicht zahlen willst, wenn du in die Biennale rein willst, dann kletterst du einfach über diese kleine Mauer da. Das ist eine gute Sache. Komm rein." 

Laure Prouvost
Laure Prouvost | Bild: BR

Ein Tunnel zu den Briten

Im Keller gibt es einen Tunnel: "Den haben wir angefangen rüber zu den Briten zu graben. Damit wir in Verbindung bleiben. Nach dem Brexit."  

Installationen vom Untergang

Zivilisationsmüll schwimmt herum. Laure Prouvost schafft Miniatur-Installationen über das Ende der Welt. Sie interessiert sich für den Zustand des Übergangs. Und des Untergangs. "Es ist wie die Lagune. Sehr nah an der Wirklichkeit. Das ist die Schönheit bei der Zerstörung der Welt."

Taube
Taube | Bild: BR

 

Es gibt auch dressierte Tauben. Man denkt an Noah, der eine Taube aussandte, um zu erfahren, ob sich die Sintflut wieder zurückgezogen hat.

Laure Provost, Turner-Preisträgerin von 2013, ist quer durch Frankreich gereist und hat Künstler und Performer direkt von der Straße weg eingeladen und zu ihrem Auftritt nach Venedig mitgenommen. Nun beleben sie den Pavillon. "Unterwegs habe ich auch einen Zauberer kennen gelernt, der den Tisch zum Schweben bringt. Die Vögel fliegen aus den Bildern raus. Wir konnte es nicht glauben. 'Komm mit uns mit!' Die Reise ging weiter und ein Akrobat kam mit. Das war großartig." 

Eine gefilmte Reise mit Fundstücken

Es ist digitaler Surrealismus, der sich in der analogen Welt fortsetzt. Sie findet eine Marching Band und sie besuchen das "palais idéal". "Die habe ich auch unterwegs getroffen. Die Blaskapelle kam daher, dann haben wir sie gedreht."

Fundstücke der Zivilisation
Fundstücke der Zivilisation | Bild: BR

Laure Prouvost fischt im Unbewussten und findet den Zustand der Welt.

Stand: 12.05.2019 21:37 Uhr

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Produktion

Bayerischer Rundfunk
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