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Kindern in Regenbogenfamilien geht es gut

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Kindern in Regenbogenfamilien geht es gut | Video verfügbar bis 16.12.2023 | Bild: SWR

Bislang hat sich in Deutschland erst eine repräsentative Studie mit der Entwicklung von Kindern beschäftigt, die in einer Familie mit homosexuellen Eltern leben. Die Studie der Uni Bamberg ist 2009 erschienen und deckt sich mit Ergebnissen internationaler Studien.

Risikofaktoren werden ausgeglichen

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Regenbogenfamilien gleichen Risikofaktoren aus. | Bild: SWR

Etwa die Hälfte der Kinder in Regenbogenfamilien stammt aus einer früheren heterosexuellen Partnerschaft und hat damit die Trennung oder Scheidung der Eltern miterlebt. Kinder mit Trennungserfahrungen haben ein höheres Risiko für Entwicklungsstörungen. Studien zeigen jedoch, dass sich Kinder in Regenbogenfamilien genauso gut entwickeln wie Kinder in klassischen Kernfamilien. Die Eltern scheinen die Risikofaktoren durch die Qualität der Bindungen innerhalb der Familie auszugleichen.

In Studien beschreiben Kinder in Regenbogenfamilien im Durchschnitt den Umgang in der Familie als offener und ihre Eltern als liebevoller als andere Kinder. Einer der Gründe dafür könnte sein, dass es für Homosexuelle schwieriger ist, Kinder zu bekommen. Es gibt in Regenbogenfamilien deshalb vermutlich mehr Wunschkinder als in klassischen Kernfamilien.

Qualität der Bindung entscheidet

Entscheidend ist nicht die Konstellation der Familie, sondern die Qualität der Bindungen innerhalb der Familie. Konkret heißt das: Es ist nicht entscheidend, welches Geschlecht die Eltern haben, sondern wie liebevoll der Umgang zwischen Eltern und Kindern ist.

Autor: Manuel Gerber (SWR)

Stand: 31.07.2019 17:37 Uhr

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