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Warum ist Zeitungspapier zum Fensterputzen so gut geeignet?

Warum ist Zeitungspapier zum Fensterputzen so gut geeignet?
Warum ist Zeitungspapier zum Fensterputzen so gut geeignet? | Bild: ARD / Kai Schulz

"Hallo Vince. Warum ist Zeitungspapier zum Fensterputzen so gut geeignet?", möchte Frau Huber aus Königstein wissen. Naja gut, dann probieren wirs einfach mal aus. Ja, klappt super – aber wie funktionierts? Zeitungen werden im Offsetverfahren gedruckt. In der Druckmaschine kommt die Druckfarbe dann aufs Papier. Außerdem kommt es noch mit einem Feuchtmittel in Kontakt, in dem diverse andere Chemikalien gelöst sind und darunter auch Alkohol – und der löst Fett.

Gut, jetzt sagen Sie wahrscheinlich: "Naja, da ist ja in der Zeitung das Putzmittel quasi schon enthalten". Leider nein. Der Anteil von Alkohol ist viel zu gering, um einen Reinigungseffekt zu erzielen. Aber wieso funktioniert's trotzdem? Ich verrat's Ihnen: Das Geheimnis liegt im Papier selbst. Zeitungspapier besteht in seiner Zusammensetzung hauptsächlich aus Altpapier und Zellstoff. Es ist hart und offenporig, damit es die Druckfarbe besonders gut aufnehmen kann.

Deswegen ist es saugfähig und es fusselt nicht – also ideal zum Fensterputzen. Und wegen dieser Saugfähigkeit haben unsere Vorfahren Zeitungen nicht nur zum Fensterputzen benutzt. Verstehen Sie? Das gilt natürlich nur für Tageszeitungen. Falls Sie Ihre Fenster mit Bildern von der englischen Königsfamilie putzen wollen, muss ich Sie enttäuschen. Das Papier von diesen Hochglanz-Magazinen wird nach dem Bedrucken lackiert. Es ist also besonders flüssigkeitsabweisend.

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