SENDETERMIN Mi, 08.07.15 | 19:45 Uhr | Das Erste

Gewinnt beim Roulette tatsächlich immer die Bank?

Vince Ebert spielt Roulette
Wenn Sie auf ein 50-50-Feld setzen, dann beträgt Ihre Gewinnchance gar nicht 50%.  | Bild: WDR

Geld alleine soll ja angeblich nicht glücklich machen. Wobei beim Roulette umgekehrt gilt, dass ein wenig Glück einem zu großem Geld verhelfen kann. Oder hat Herr Kowermann doch recht, wenn er fragt: Stimmt’s, dass beim Roulette immer die Bank gewinnt? Und da sage ich ganz klar: statistisch gesehen ist Roulette ungerecht.

Wenn Sie auf ein 50-50-Feld setzen, dann beträgt Ihre Gewinnchance gar nicht 50 Prozent. Sie gewinnen bei den 18 roten Feldern, aber verlieren bei 19 Feldern. Bei den 18 schwarzen und noch zusätzlich bei der grünen Null.

Roulette verführt zu falschen Annahmen

Und wenn Sie auf Zahlen tippen, dann haben Sie dasselbe Problem. Angenommen, Sie besetzen alle 37 Felder. Dann gewinnen Sie garantiert. Sie bekommen aber für Ihren Einsatz nur das 36-fache zurück. Ein Siebenunddreißigstel, also 2,7 Prozent behält die Bank quasi als Provision ein.

Ein weiteres Problem: Roulette verführt zu falschen Annahmen. Angenommen, 10 Mal hintereinander ist "Rot" gefallen. Jetzt denken die meisten, beim 11. Mal muss mit einer sehr hohen Wahrscheinlichkeit "Schwarz" kommen. Pustekuchen! Sie spielen nämlich immer mit der gleichen Chance von 18 zu 19. Weil das Roulette kein Gedächtnis hat. Beim Roulette auf Dauer das große Geld zu machen ist relativ aussichtslos.  Es sei denn, Sie sind die Bank.

Erstausstrahlung: 20.11.2013

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