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Wieviel Gummi ist in Kaugummi?

Vince Ebert mit einem Löffel
Enthält der Kaugummi wirklich Gummi? | Bild: ARD / Michael Boehme

Was für Gummi ist eigentlich in Kaugummi, und wie viel davon? Es klingt unappetitlich, aber der Hauptbestandteil der Kaumasse von Kaugummis ist Polyisobutylen – Gummi, das künstlich aus Erdöl hergestellt ist. Garantiert unverdaulich und eigentlich geschmacklos, es verklebt aber wenigstens nicht den Magen, wie immer behauptet wird.

Ein klein bisschen Gummi aus natürlichen Quellen ist in herkömmlichen Kaugummis immerhin auch noch enthalten. Das Zeug heißt Chicle, und stammt aus dem Saft des mittel- und südamerikanischen Breiapfelbaums – auch Kaugummibaum genannt. Rohstoff für jegliches natürliches Gummi ist also Baumsaft. Wissenschaftlich auch Latex genannt. Womit umgangssprachlich ja die einschlägig bekannte Gummiwäsche gemeint ist.

Woher Latex stammt

Diese Gummibekleidung wird allerdings nicht aus Saft des Kaugummibaums hergestellt, sondern aus dem Saft eines anderen Baumes, und zwar aus dem brasilianischen Kautschuk-Baum, aus dem auch viele Radiergummis oder Handschuhe hergestellt werden. Meist wird Gummiprodukten heutzutage künstlicher Rohstoff beigemischt oder sie werden komplett synthetisch hergestellt.

Im chemischen Aufbau unterscheidet sich künstliches Gummi aus Erdöl deutlich von natürlichem Gummi aus Baumsaft. Das merken Sie auch, wenn Sie hiermit versuchen, Blasen zu machen. Das ist schwer, genauso wie die Mülltrennung, denn die Dinger sind kompostierbar: Also Biomüll.  

Erstausstrahlung: 24.04.2013

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