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Leuchtstoffröhren unter Hochspannungsleitungen

Vince Ebert mit einer Leuchtstoffröhre
Ein unsichtbares elektrisches Feld rund um die Hochspannungsquelle kann eine Leuchtstoffröhre zum Leuchten bringen.  | Bild: ARD / Felix Grünschloß

Warum leuchtet eine Leuchtstofflampe unter einer Hochspannungsleitung? Das möchte Stefan Burkwinkel aus Wismar wissen. Hah! Es funktioniert ohne Kabel und ohne Stecker. Ein unsichtbares elektrisches Feld rund um diese Hochspannungsquelle kann tatsächlich eine Leuchtstoffröhre zum Leuchten bringen.

Aber warum krieg ich da keinen gewischt? Immerhin braucht so eine Röhre eine Spannung von 600 Volt um zu zünden. Und diese 600 Volt können Sie bei sich zuhause selber erzeugen, ohne Steckdose. Die Spannung zwischen Ballon und Leuchtstoffröhre reicht aus, um das Leuchtmittel zu aktivieren. Bei einer solchen elektrostatischen Aufladung fließt allerdings viel zu wenig Strom, als dass es für mich gefährlich sein könnte. Kein Wunder also, dass so ein Ding unter einem Hochspannungsmast funktioniert.

Das Interessante dabei: Die abgestrahlte Leistung einer Hochspannungsleitung P ist proportional zu 1 durch r². Das heißt, das elektrische Feld nimmt mit dem Quadrat des Abstands ab. Wenn ich doppelt so weit weg bin, spüre ich nur ein Viertel des elektrischen Feldes. Dreimal so weit weg ein Neuntel, viermal so weit weg ein Sechzehntel. Das bedeutet: direkt unterhalb einer Hochspannungsleitung ist das elektrische Feld ziemlich stark. Da sollten Sie sich nicht aufhalten, das kann richtig gefährlich sein. Aber schon 20 Meter weiter ist das elektrische Feld schwächer als das einer  elektrischen Heizdecke.

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