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Künstliche Intelligenz – Alexa, Robo und Co.

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Lissy Eichert: Künstliche Intelligenz – Alexa, Robo und Co. | Bild: RBB

In Köln ist heute die Games-com zu Ende gegangen, Zigtausende waren dort, um zu sehen, was es Neues gibt bei den Computerspielen. Computer können immer mehr: Sie nehmen uns mit in künstliche Welten, die für manche schon realer sind als die Wirklichkeit. Die künstliche Intelligenz, die "KI", ist dabei, unseren Alltag zu optimieren. Nicht auszuschließen, dass der Computer eines Tages der bessere Autofahrer ist oder dass er schneller Krankheiten erkennt. Zugleich bleibt da ein Unbehagen. Werden Roboter die Menschen ersetzen? Oder umgekehrt: Werden wir Menschen immer mehr zu Robotern? Wir könnten auch das "Wort zum Sonntag" von einem Roboter sprechen lassen, etwa von "Schwester Alexa".

Künstliche Intelligenz – Apokalypse oder Weltrettung? Der britische Astrophysiker Stephen Hawking hat 2016 gesagt: Die Erschaffung Künstlicher Intelligenz werde entweder das Beste sein, das der Menschheit passieren kann. Oder das Schlechteste. Das Beste, wenn sie Probleme wie Krankheit und Armut lösen könnte. Das Schlechteste, wenn eine künstliche Superintelligenz eigene Ziele verfolgen würde und eines Tages gar die Menschheit auslöschen wollte. Fluch oder Segen. Es ist wie bei allen Technologien: An uns liegt es, was wir aus ihr machen. Der richtige Umgang ist entscheidend: Hab ich ein Smartphone oder hat das Smartphone mich? Die größte Gefahr, die ich sehe ist, dass die Künstliche Intelligenz eines Tages uns beherrscht. Denn die Möglichkeiten – und damit auch die Missbrauchsmöglichkeiten – werden immer größer.

Etwa beim Thema autonome Waffen, wenn Killer-Roboter zum Einsatz kommen. Doch auch wenn mir ein niedlicher "Robo" tief in die Augen schaut und mir das Gefühl gibt, das Wichtigste auf der ganzen Welt zu sein: Einen echten Freund kann "Robo" nicht ersetzen. Es bleibt simulierte Zuneigung. Die Maschine fühlt nichts. Hat kaum emotionale Intelligenz. Und auch bei der sozialen Kompetenz schneidet sie – zumindest noch – schlecht ab. Kennt zum Beispiel keinen Teamgeist. Wenn ich auf die Weltsituation schaue, brauchen wir aber genau das: mehr soziale und emotionale Intelligenz.

Künstliche Intelligenz – Fluch oder Segen? In der Bibel heißt es sehr markant: "Leben und Tod lege ich dir vor, Segen und Fluch. Wähle das Leben." Gott fordert uns auf, unsere Freiheit so zu gebrauchen, dass wir glücklich werden. "Wähle das Leben!" Gott selbst nennt sich das Leben. Fluch folgt, wo Götzendienst geschieht. Tragischer Weise kann auch das Smartphone zum Götzen werden und mein Leben fremd bestimmen. Mich krank machen. Segen folgt, wo ich mich für das Leben entscheide. In meiner Wahl hilft mir, auf die Stimme des Gewissens zu hören. Auf diese innere Stimme. Auf sie kann ich hören – oder auch nicht. Jede und jeder von uns hat dieses feine Gespür in sich, wie eine göttliche DNA: innerlich zu wissen, was fair ist; was gerecht, was dem Leben dient. Die innere Stimme hilft mir, die Geister zu unterscheiden. In all den Informationen und Eindrücken auch Gottes Stimme zu erkennen. Sich so zu orientieren setzt "Spirituelle Intelligenz" frei. Dann könnte auch der Umgang mit der Künstlichen Intelligenz wirklich dem Leben dienen.