23:45

Die Story im Ersten: Meine Täter, die Priester

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"Allzu lange ist in der Kirche Missbrauch geleugnet, weggeschaut und vertuscht worden. Die Opfer haben Anspruch auf Gerechtigkeit." – Es ist erst vier Wochen her, dass Kardinal Reinhard Marx, der Vorsitzende der deutschen Bischofskonferenz, diese Sätze gesagt und alle Opfer von Missbrauch durch katholische Amtsträger in Deutschland um Entschuldigung gebeten hat. 

Dass der Umgang der Kirche mit Missbrauch auch aktuell noch problematisch ist, zeigt nun einer der prominentesten Opfervertreter in Deutschland – Matthias Katsch – in einer exklusiven ARD/WDR Recherche auf. Der ehemalige Canisius-Schüler und Sprecher der Betroffeneninitiative "Eckiger Tisch" hat 2010 den Missbrauchsskandal in der katholischen Kirche in Deutschland ausgelöst. Über dreißig Jahre blieben die Verbrechen seiner Täter, der Jesuitenpriester Peter R. und Wolfgang S. im Verborgenen. Erst 2010 werden ihre Taten am Canisius-Kolleg durch Matthias Katsch und seine Mitschüler öffentlich. Und dann? Nur so viel ist bislang bekannt: Beide Täter wurden nach 2010 in Chile gesehen. 

Der Missbrauch geht weiter

Weil die Aufklärung nicht voran geht, hat Matthias Katsch die Dinge nun selbst in die Hand genommen. Er ist nach Chile gereist und hat dort nach den Spuren seiner Täter und weiteren Opfern gesucht – und sie gefunden. Story-Autorin Eva Müller hat ihn dabei mit der Kamera begleitet. Die Recherche zeigt: Der zweite Haupttäter am Canisius-Kolleg, Wolfgang S., wohnt bis heute in Chile und hat dort einen Sportverein für Jugendliche gegründet. Er hat seinem ehemaligen Kollegen Peter R. von dort aus Jugendliche zum "Stipendium" nach Deutschland vermittelt. Während dieser Aufenthalte werden die Jugendlichen von Peter R. missbraucht.

Eine Rolle spielt auch das größte Sozialwerk Südamerikas: Christo Vive. Auch von hier aus brachen Jugendliche zu Priester Peter R. nach Deutschland auf, um bis zu einem Jahr bei ihm zu leben. Die Betroffenen sprechen in der ARD zum ersten Mal über Ihren Missbrauch durch Peter R. in Hildesheim, Berlin und Hannover.

Ein Film von Eva Müller

Reportage & Dokumentation
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WIEDERHOLUNGEN

Das Erste, 15./16. Oktober 2018, 03:40 Uhr
tagesschau24, 19. Oktober 2018, 21:17 Uhr 
tagesschau24, 20. Oktober 2018, 13:15 Uhr 
tagesschau24, 25. Oktober 2018, 19:15 Uhr 
tagesschau24, 28. Oktober 2018, 09:15 Uhr 

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Tatort

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Her mit der Marie!

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Fernsehfilm Österreich 2018

Im näheren Umkreis Wiens bietet sich den Ermittlern der BK-Sonderkommission unweit einer Landstraße ein verwirrendes Bild: Eine vorerst nicht identifizierbare Leiche wird gefunden, der oder die Täter haben es der Polizei gezielt schwer gemacht, dahinterzukommen, was sich abgespielt hat. Mit allen Mitteln arbeiten sich Moritz Eisner und Bibi Fellner Schritt für Schritt voran: Was ist passiert? Und wer ist der Tote? War es ein gezielter Mord, oder ist etwas ganz anderes auf tragische Art und Weise schiefgegangen?

Erst nach und nach kommt ans Licht, dass der Geldbote vom "Dokta", einem alteingesessenen Wiener Großkriminellen, überfallen wurde. Es ging also sehr wahrscheinlich um eine ordentliche Summe. Nur: Wer ist allen Ernstes so verrückt und lebensmüde, ausgerechnet den "Dokta" zu berauben?

Das fragen sich in diesem Fall nicht alleine Moritz und Bibi, sondern auch der auf Vergeltung drängende Bestohlene selbst. Für Moritz und Bibi heißt das, so schnell wie möglich einen Mörder zu finden.

Playlist

TitelKomponistInterpret
In deiner NäheDavid ÖllererDavid Öllerer
Und Irgendwann bleib i dann dortSteinbäcker, Gert
HoffnungLisa Keiner; Robi FaustmannLisa Keiner; Robi Faustmann

Die übrige Filmmusik wurde eigens für den Tatort von Stefan Bernheimer komponiert und ist nicht im Handel erhältlich. Vor- und Abspannmusik stammt von Klaus Doldinger.

"Tatort"-Logo

Besetzung und Stab

Rolle Darsteller
Moritz Eisner Harald Krassnitzer
Bibi Fellner Adele Neuhauser
Manfred Schimpf Thomas Stipsits
Ernst Rauter Hubert Kramar
Inkasso Heinzi Simon Schwarz
Pico Bello Christopher Schärf
Dokta Erwin Steinhauer
Frau Dokta Maria Hofstätter
Marko Jukic Johannes Krisch
Edin Gavric Aleksandar Petrovic
Marija Gavric Ines Miro
V-Mann Michael Thomas
Voodoo Jürgens Voodoo Jürgens
Magister Renner Pia Baresch
Musik: Stefan Bernheimer
Kamera: Matthias Pötsch
Buch: Stefan Hafner
Buch: Thomas Weingartner
Regie: Barbara Eder
"Tatort"-Logo
"Tatort"-Logo

WIEDERHOLUNGEN

ONE, 14. Oktober 2018, 21:45 Uhr
ONE, 14. Oktober 2018, 23:45 Uhr
Das Erste, 15./1. Oktober 2018, 00:35 Uhr

"Tatort"-Logo

02:20

Tagesschau

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ARD-aktuell ist seit 1977 die zentrale Fernseh-Nachrichtenredaktion der ARD. Grundlage
von ARD-aktuell ist eine Verwaltungsvereinbarung aller neun Landesrundfunkanstalten
der ARD, in der die Organisation der Redaktion und die grundsätzliche Struktur festgelegt
wurden. Am NDR-Standort Hamburg-Lokstedt werden Tagesschau, Tagesthemen, Nacht-
magazin und der Informationskanal tagesschau24 produziert. Alle Formate werden live
gesendet.

Die Tagesschau nutzt vielfältige Ausspiel- und Verbreitungswege. Zuschauer und User
können sich auch mobil über alle Formate von ARD-aktuell informiert halten.
In der Redaktion arbeiten insgesamt ca. 130 Redakteurinnen und Redakteure rund um
die Uhr.  Erster Chefredakteur (seit Januar 2006: Dr. Kai Gniffke), zweiter
Chefredakteur: Marcus Bornheim. Erster und zweiter Chefredaktuer werden von den ARD-Intendantinnen und Intendanten mit Zwei-Drittel-Mehrheit gewählt. 

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Tagesschau Sendungs Fallback

02:25

Dokumentarfilm im Ersten: Der Auf-Schneider

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Reportage & Dokumentation

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Vor 23 Jahren wurde er verhaftet. Im Mai 1995 ging Deutschlands berühmtester Baulöwe und Betrüger den Fahndern von FBI und BKA in Miami ins Netz. Jürgen Schneider hatte sich dort mit seiner Ehefrau Claudia über 13 Monate versteckt gehalten, nachdem er mit seiner Flucht aus Deutschland die größte Immobilienpleite der Nachkriegszeit auslöste. Er hinterließ über 5 Milliarden D-Mark Schulden bei über 50 Banken. Nie zuvor war das Kreditgewerbe in Deutschland so über den Tisch gezogen worden.

Aber nicht nur die Banken, auch viele, vor allem auch ostdeutsche Handwerksfirmen waren betroffen. Schneider hatte allein in der Leipziger Innenstadt in kurzer Zeit über 70 Gebäude aufgekauft. Der Zusammenbruch des Schneider-Imperiums ist damals auch ein großer Schlag für das Zusammenwachsen von Ost und West.

Die Jürgen-Schneider-Story wird nun in einem spannenden Doku-Drama neu aufgerollt. In Spielszenen wird vor allem die Perspektive des geflüchteten Ehepaars eingenommen (Rainer Schöne als Jürgen Schneider, Gesine Cukrowski als Claudia Schneider), deren vermeintlicher Masterplan bald in sein Gegenteil umschlägt. Dazu erläutern die wichtigsten damaligen Mit- und Gegenspieler wie Staatsanwalt, Richter, Zielfahnder und Journalisten, die intensive und schwierige Suche nach dem Baulöwen, die die deutsche Öffentlichkeit lange in Atem hielt.

Reportage & Dokumentation

Besetzung und Stab

Rolle Darsteller
Jürgen Schneider Reiner Schöne
Claudia Schneider Gesine Cukrowski
Karl-Heinz Küpferle Hans-Jürgen Silbermann
Mustafa el Kastaul Mürtüz Yolcu
Ines Meier Samia Chancrin
Luigi Poletti Gode Benedix
Thorsten Krämer Manuel Harder
Dieter Halke Michael Schenk
Thomas Bertram Tilman Günther
Alfons Crobousier Matthias Hummitzsch
Musik: Andreas Moisa
Musik: Philipp E. Kümpel
Kamera: Arved von zur Mühlen
Kamera: Inigo Westmeier
Buch: Christian Hans Schulz
Regie: Benjamin Quabeck
Regie: Christian Hans Schulz
Reportage & Dokumentation
Reportage & Dokumentation

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03:55

Die Story im Ersten: Meine Täter, die Priester

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"Allzu lange ist in der Kirche Missbrauch geleugnet, weggeschaut und vertuscht worden. Die Opfer haben Anspruch auf Gerechtigkeit." – Es ist erst vier Wochen her, dass Kardinal Reinhard Marx, der Vorsitzende der deutschen Bischofskonferenz, diese Sätze gesagt und alle Opfer von Missbrauch durch katholische Amtsträger in Deutschland um Entschuldigung gebeten hat. 

Dass der Umgang der Kirche mit Missbrauch auch aktuell noch problematisch ist, zeigt nun einer der prominentesten Opfervertreter in Deutschland – Matthias Katsch – in einer exklusiven ARD/WDR Recherche auf. Der ehemalige Canisius-Schüler und Sprecher der Betroffeneninitiative "Eckiger Tisch" hat 2010 den Missbrauchsskandal in der katholischen Kirche in Deutschland ausgelöst. Über dreißig Jahre blieben die Verbrechen seiner Täter, der Jesuitenpriester Peter R. und Wolfgang S. im Verborgenen. Erst 2010 werden ihre Taten am Canisius-Kolleg durch Matthias Katsch und seine Mitschüler öffentlich. Und dann? Nur so viel ist bislang bekannt: Beide Täter wurden nach 2010 in Chile gesehen. 

Der Missbrauch geht weiter

Weil die Aufklärung nicht voran geht, hat Matthias Katsch die Dinge nun selbst in die Hand genommen. Er ist nach Chile gereist und hat dort nach den Spuren seiner Täter und weiteren Opfern gesucht – und sie gefunden. Story-Autorin Eva Müller hat ihn dabei mit der Kamera begleitet. Die Recherche zeigt: Der zweite Haupttäter am Canisius-Kolleg, Wolfgang S., wohnt bis heute in Chile und hat dort einen Sportverein für Jugendliche gegründet. Er hat seinem ehemaligen Kollegen Peter R. von dort aus Jugendliche zum "Stipendium" nach Deutschland vermittelt. Während dieser Aufenthalte werden die Jugendlichen von Peter R. missbraucht.

Eine Rolle spielt auch das größte Sozialwerk Südamerikas: Christo Vive. Auch von hier aus brachen Jugendliche zu Priester Peter R. nach Deutschland auf, um bis zu einem Jahr bei ihm zu leben. Die Betroffenen sprechen in der ARD zum ersten Mal über Ihren Missbrauch durch Peter R. in Hildesheim, Berlin und Hannover.

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Das Erste, 15./16. Oktober 2018, 03:40 Uhr
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Wenn Sie an einem Manuskript der Sendung interessiert sind, wenden Sie sich bitte an o.a. Redaktion.

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