Audiodeskription-Angebote in der ARD

Unter Audiodeskription versteht man einen vor allem für blinde und sehbehinderte Menschen entwickelten Service, bei dem das, was im Film im Bild zu sehen ist, von einem Sprecher oder einer Sprecherin beschrieben wird. Das sind Informationen zur Handlung, zum Aussehen der Personen, zu deren Körpersprache und Gesichtsausdrücken sowie über Kostüme und Schauplätze. Alles muss knapp und klar formuliert sein und in die Pausen zwischen den Dialogen des Films passen.

Als Ergebnis entsteht ein neues Ganzes, das aus der Tonspur des Films und den in die Dialogpausen gemischten Beschreibungen besteht. Nur durch Hören lässt sich der Film jetzt verstehen, er ist zum Hörfilm geworden. Sinnvoll übrigens auch für Sehende, die gerade keinen Zugang zum Bild haben, weil der Fernseher zum Beispiel bei der Hausarbeit im Nebenzimmer oder bei der Urlaubsreise auf der Rückbank des Autos läuft.

Viele Sendungen im Ersten werden als Hörfilmfassung für blinde und sehbehinderte Menschen angeboten. Für knapp 49,50 Prozent des Hauptabendprogramms im Ersten gab es 2017 eine Audiodeskription, vor zwei  Jahren waren es nur  knapp 41 Prozent.

Einige ARD Landesrundfunkanstalten produzieren zudem regionale Formate in einer Hörfilmfassung, um blinde Menschen stärker als bisher an ihren Programmen teilhaben zu lassen.

Zu den Olympischen Winterspielen 2018 sowie zu den Paralympics sowie zur Fußball-Weltmeisterschaft in Russland hat die ARD außerdem eine Live-Audiodeskription für alle blinden und sehgeschädigten Zuschauerinnen und Zuschauer angeboten.

Hier finden Sie die Hörfilm-Angebote und Informationen zur Barrierefreiheit im Programm der ARD.