SENDETERMIN Mo., 06.05.13 | 22:55 Uhr | Das Erste

Sendung vom 06. Mai 2013

Dieter Nuhr erwartet diesmal: Gerburg Jahnke, Hans Liberg, Torsten Sträter und Horst Schroth

Gerburg Jahnke Die Ruhrpott-Patriotin war über 20 Jahre die eine Hälfte der legendären "Missfits" und tourt seit der Trennung erfolgreich als Kabarettistin. Im "Satire Gipfel" schaut sie in ihrer hintergründigen Art auf das Leben im Allgemeinen und macht sich im Besonderen ihre speziellen Gedanken.

Hans Liberg Der holländische Musik-Komiker erobert mit seiner musikalischen Virtuosität und seinem feinsinnigen Humor die Herzen der Deutschen. In der Schweiz gilt er als "Ein Musik-Entertainer von Gottes Gnaden".

Torsten Sträter Bei Torsten Sträter ist Idiotie nicht nur ein leeres Wort. Er erzählt von gebrochenen Menschen und Hunden, der Spargelsaison, dem Leben vor dem Tod im Ruhrgebiet und anderen sonderbaren Begebenheiten.

Horst Schroth Er ist geboren in Oberfranken, aufgewachsen in Baden-Württemberg. Um die Frage, welche der beiden Regionen mehr Schäden verursacht hat, streitet sich heute das Therapeuten-Team und er macht das Beste draus – Kabarett vom Feinsten. 

Gerburg Jahnke

Gerburg Jahnke
Gerburg Jahnke | Bild: Harald Hoffmann

Die Ruhrpott-Patriotin war über 20 Jahre die eine Hälfte der legendären "Missfits" und ist seit der Trennung des Duos erfolgreich als Kabarettistin unterwegs. Im WDR hat sie mit der "Ladies Night" inzwischen eine eigene Fernsehsendung und zeigt uns sieben Mal im Jahr, was für wundervolle Frauen es in der deutschen Kabarett und Comedylandschaft gibt.

Live und in ganzen Land unterwegs ist Sie mit "Frau Jahnke hat eingeladen – ma gucken wer kommt". Darüber hinaus regiert Sie alle Eigenproduktionen an Ihrer Heimatbühne "Ebertbad" in Oberhausen und am St. Pauli Theater Hamburg "Heiße Zeiten – die Wecheseljahrerevue".

Hans Liberg        

Hans Liberg
Hans Liberg | Bild: Thomas Mayer

Er hat viele internationale Auszeichnungen und Preise erhalten, als Höhepunkt 1997 in New York den "International Emmy Award" für sein Fernsehprogramm "Liberg zaps himself". Im selben Jahr wurde er für das Banff Television Festival in Kanada nominiert und erhielt bei der Goldenen Rose von Montreux eine ehrenvolle Erwähnung. Obendrein durfte er 1998 die Emmy Award Gala in New York präsentieren. Dies war eine besonders große Ehre, da er die Stelle von Sir Peter Ustinov einnahm!

Hans Liberg ist weit über die niederländischen Grenzen hinaus bekannt und wird in ganz Europa in vollen Sälen gefeiert. Durch den internationalen Charakter seiner Shows, seine musikalische Virtuosität und seinen feinsinnigen Humor wurde er häufig für Auftritte auf großen internationalen Galas engagiert: Im Jahr 2005 für die niederländischen Königin Beatrix, zu Ehren ihres Geburtstags und ihres 25-jährigen Thronjubiläums. Die Vielseitigkeit seines Talentes als Musiker, Kabarettist und Entertainer wird überall sehr gepriesen.

Auf dem Festival Begegnung mit den Niederlanden (1989) eroberte Hans Liberg die Herzen der Deutschen: "(...) Der holländische Musikkomiker bewies seine Weltklasse! (...)" (Süddeutsche Zeitung). In der Schweiz wird er "Ein Musikentertainer von Gottes Gnaden" genannt. In Österreich (2007) durfte er, als erster und einziger Entertainer bisher, im Goldenen Saal des prestigeträchtigen Wiener Musikvereins auftreten.

Im März 2008 feierte Hans Liberg sein 25-jähriges Jubiläum und erhielt er eine hohe königliche Auszeichnung: Ritter des Ordens vom Niederländischen Löwen. Die Niederländischen Löwen ist der älteste und höchste Zivilorden der Niederlande. Verliehen wird der Orden an Personen mit herausragenden persönlichen Leistungen, häufig aufgrund besonderer Talente.

Torsten Sträter

Torsten Sträter
Torsten Sträter | Bild: susannebuhr.de

Geb. 1966 in Dortmund
Autor und Slam-Poet, Kolumnist, Satiriker, Komiker und Vorleser.
Konfektionsgröße: 54
Schuhgröße: 42
Haar: Graubraun
Augen: Blau
Religion: Nix da.

Geboren im Ruhrgebiet mit den üblichen Parametern: Gestrickte Pullis, samstags Daktari, danach Badewanne. Später in den Achtzigern dann Zuwendung zur Gothic-Szene, aber ohne rechten Ehrgeiz, eigentlich nur wegen der schwarzen Mäntel. 900 Dosen Haarlack später dann Ausbildung zum Herrenschneider. Geringster Auszubildendenlohn überhaupt, aber irgendwie reichts … und heute spart man ja, wenn man sich die Hose selbst kürzt.
Literatur-Fokus damals: Stephen King. Heinz Erhard. Ephraim Kishon. Die Neunziger sind von völliger Orientierungslosigkeit geprägt: Sakko zur Lederhose, nur eine Herdplatte, wechselnde Damenbekanntschaften, aber immer am Arbeiten.
Außerdem ziehe ich oft um. Kerouac-artige Unruhe und Nichtsesshaftigkeit. Habe statistisch in jeder vierten Wohnung im Dortmunder Norden gehaust. Immer dabei: mein Sekretär. Möbel, nicht Mann.

Einschneidenstes Erlebnis: Bekifft in JURASSIC PARK.

Das neue Jahrtausend: Hatte mir eigentlich nix vorgenommen, wegen Milleniumuntergang. Findet dann doch alles statt. Planlos bis 2002. 2004 lese ich einen so schlechten Thriller (markiger FBI-Mann, sexy israelische Agentinnen mit permanent aufplatzender Bluse, Mafiosi, die andere beim Nudelessen erschießen), das ich selbst mit dem Schreiben beginne. Erste Geschichte kapitaler Käse, aber ein Anfang ist gemacht. Werde Vater. Wunderbar.

2005: Ein Kleinverlag verlegt mein erstes Buch, JACKS GUTENACHTGESCHICHTEN. Verkauft sich so gut, dass zwei Folgebände erscheinen und der Verlag eine Postkarte in die Bücher legt, die irritiert hinterfragt, WER ZUM GEIER die ganzen Bücher kauft.

Erste Lesung direkt im Haus des Buches, Leipzig. Schiebe ein Humorbuch namens BRAINSPAM hinterher. Es ist nicht so richtig gut. Dafür aber grauenhaft lektoriert. Werde damit zum Begründer einer Humorform, die darauf fußt, versehentlich ganze Sätze wegzulassen.

2008. Ein Kollege lädt mich ein, meine Texte in einer Dortmunder Hafenkneipe vorzutragen. Da wäre Poetry Slam. Mache ich. Nach zwanzig Minuten des Vortragens packt er mich am Ärmel. Ich müsse zum Ende kommen. Sage ihm, ich hätte noch 17 Din-A-4 Seiten, dann wäre ich durch. Er erklärt mir das Poetry Slam-Konzept: 6-7 Minuten Vortragszeit, keine Hilfsmittel oder Gesänge, danach gibt das Publikum Zensuren. Aha.

Macht aber Spaß. Ich bleibe dabei und arbeite mich hoch.

NRW-Poetry-Slam-Champion 2009
NRW-Poetry-Slam-Champion 2010
NRW-Poetry-Slam-Champion 2012

Gewinner der FRITZ NACHT DER TALENTE, Admiralspalast Berlin, 2010 Gewinner des Jahresfinales Bunker Slam, Hamburg, 2011. Beginne mit Sololesungen (hoher Anteil freie Erzählung).

Es läuft. Mal kommen fünf Zuschauer, mal acht … aber es werden nach und nach mehr.

2011 erscheint im CARLSEN Verlag Hamburg DER DAVID IST DEM GOLIATH SEIN TOD. Der WDR erklärt es zum lustigsten Buch 2011. Die Schlagzahl nimmt zu. Auftritte so ziemlich überall, mal in Mixed Shows, mal solo, mal mit Künstlern wie Horst Evers und Fritz Eckenga.

2012 erscheint SELBSTBEHERRSCHUNG UMSTÄNDEHALBER ABZUGEBEN, erneut im CARLSEN Verlag.

Dezember 2012: Gewinner des Passauer Scharfrichterbeils 2012 Wunderschönes Beil, übrigens.

Ich bin jetzt eher Ende als Mitte 40, fühle mich aber gut. Ich darf die Republik bereisen, Geschichten erzählen, lästern, vorlesen. Bin genau im richtigen Alter. War ich aber schon immer.

Weitere Zahlen:
Peinlichster Auftritt: 2010 vor 1200 völlig schockierten Bankern.
Lächerlichstes Bühnenoutfit: Lilafarbenes Oberhemd (inzwischen vergraben).
Tritt meist mit Mütze auf. Und in schwarz.
Teuerste Mütze: ARMANI EXCHANGE, 100 Euro.
Billigste: 3 Euro, Flohmarkt (Neuware).
Keine Bahncard 100. Führerschein.
Schulbildung: Realschule.
Seit 2008 über 300 Bühnenauftritte – Poetry Slams, Lesebühnen, Solo-Shows.

Horst Schroth

Horst Schroth
Horst Schroth | Bild: www.horstschroth.de

Geboren 1948 in Oberfranken, aufgewachsen in Baden-Württemberg. Um die Frage, welche der beiden Regionen mehr Schäden verursacht hat, streitet sich heute das Therapeuten-Team. Ansonsten ist die Kombination Kleinstadt – Kleinfamilie – Kleinbürger (Körpergröße 1,70 m) die beste Garantie für eine Karriere als Kabarettist. Studium der BWL (sogar mit Examen), später dann auch noch Geschichte und Sozialwissenschaften. Während des Studiums bereits ständige Arbeit am Theater. Statisterie, Regieassistenz, dann kleine Rollen. Ab 1975 in Hamburg. Arbeit in der sich gerade neu formierenden Szene der "Freien Theatergruppen". Jede Menge Straßentheater und gnadenloses Abarbeiten aller erreichbaren Workshops.

Erste Kabarett-Produktionen 1982 und 1983 (zusammen mit Achim Konejung und Michael Batz). Seit 1987 nur noch Kabarett und Beginn der Zusammenarbeit mit Ulrich Waller, der inzwischen der Künstlerische Leiter des Hamburger "St.Pauli Theaters" ist. Waller hat sich eine hohe Reputation erworben mit zahlreichen großen Regiearbeiten, unter anderem mit der Regie beim Udo-Lindenberg-Musical "Hinterm Horizont". Ebenso führte er Regie bei allen Produktionen mit Horst Schroth. Bisher sind das: 1987 – "Volkszählungsrevue" (mit Konejung und Batz), 1987 – "Sex Total" (mit Konejung und Batz). 1989 – "Gnadenlos deutsch" (mit Konejung) – der fällige kabarettistische Kommentar zur deutschen Einheit und ein Riesenerfolg, 1991 – "Alles meins!" (mit Konejung). Seit 1994 arbeitet Horst Schroth als Solo-Kabarettist. 1994 – "Null Fehler – Herr Laux versteht die Welt nicht mehr", 1996 – "Scharf auf Harakiri", 1998 – "Herrenabend", 2002 "Katerfrühstück", 2005 "Nur die Größe zählt", 2008 "Wenn Frauen fragen – Das Beste aus 10 Jahren", 2008 "Grün vor Neid".

Zwischendurch, in 1990, 1992 und 1994, der mittlerweile legendäre "Reichspolterabend" (mit M. Beltz, A. Konejung, H. Pachl und A. Rating). Außerdem ständige Arbeit für Funk und TV. Gastauftritte in allen namhaften Kabarett-TV-Sendungen (von "Ottis Schlachthof" bis zum "Scheibenwischer"). 2002 eine eigene Kabarett-Show im WDR-Fernsehen ("Horst pass auf" gemeinsam mit Gerburg Jahnke). In der ZDF-Serie "Halt durch Paul" (28 Folgen in den Jahren 2004 und 2005) spielt Horst Schroth die Hauptrolle.

Horst Schroth erhielt während seiner Kabarettkarriere in den Jahren 1990 und 1999 den wohl bedeutendsten Preis dieses Genres, den "Deutschen Kleinkunstpreis". Damit ist er einer der wenigen Kabarettisten, die diesen Preis gleich zwei Mal entgegennehmen durften. Andere wichtige Preise sind der "Leipziger Löwenzahn" und der "Stern des Jahres" der AZ München. Außerdem ist er anlässlich seines 25-jährigen Kabarettjubiläums mit dem Ehrenpreis "Tegtmeier 2007" ausgezeichnet worden.

Sein "Stammhaus" ist das renommierte "St.-Pauli-Theater" in Hamburg. Aktuell zeigt er sein neues Solo "Was weg ist, ist weg". Außerdem laufen dazu parallel noch seine anderen Produktionen "Wenn Frauen fragen" und "Grün vor Neid". Horst Schroth lebt in der Nähe von Hamburg mit seiner Frau und seinen Hunden.

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