Fragen an Matthias Koeberlin

Täuschung oder Wahrheit? Der Privatdetektiv Hartwig Seeler (Matthias Koeberlin) stellt die Vermutungen von Amanda (Friederike Becht) in Frage.
Täuschung oder Wahrheit? Der Privatdetektiv Hartwig Seeler stellt die Vermutungen von Amanda in Frage. | Bild: ARD Degeto / Domagoj Kunic

Herr Koeberlin, was für ein Mensch ist Hartwig Seeler?

Hartwig Seeler ist ein Suchender. Beruflich ist er auf der Suche nach vermissten Personen, privat sucht er Antworten auf die Fragen, die den Tod seiner Frau betreffen.

Was hat Sie daran gereizt, diese Figur zu spielen?

Seeler ist eine sehr komplexe Persönlichkeit. Die Reise, auf die er sich begibt, ist für ihn auch eine Reise zu sich selbst. Seine Entwicklung, seine Zweifel, die Ängste und die Erlösung, die er verspürt, machen ihn für mich zu einer äußerst spannenden Figur

Sie spielen häufiger Rollen, die in irgendeiner Weise ermittelnd tätig sind. Was mögen Sie daran?

Das Ermitteln steht für mich nicht im Vordergrund. Ich mag die Figuren, die dahinterstehen, die für mich spannend zum Spielen sind. Außerdem hege ich große Sympathien für Menschen, die auf der Suche sind – in welcher Form auch immer.

Hartwig Seeler ermittelt in einer mysteriösen spirituellen Gemeinschaft. Der Film stellt Erklärungsmodelle und Schlussfolgerungen, die man aus dem ziehen kann, was man in einem Trancezustand erlebt, stark in Frage. Inwieweit stimmen oder trügen uns unsere Erinnerungen?

Das Thema "Erinnerungen" und die Frage, ob diese Erinnerungen wahr oder gefälscht sind, finde ich sehr faszinierend. Inwieweit stimmen oder trügen uns unsere Erinnerungen? Das Thema Hypnose war für mich neu und sehr interessant.

Sind Sie ein spiritueller Mensch?

Ich persönlich neige nicht zur Spiritualität, bin aber offen, mich darauf einzulassen und Neues zu entdecken.

War es für Ihre Darstellung wichtig, dass diese Geschichte in der Natur spielt?

Den Kontrast zwischen der traumhaft schönen Landschaft und der Geschichte, die wir erzählen, empfand ich als sehr inspirierend und spannend. Die Natur hat Einfluss auf Seeler und seinen Blick auf die Dinge. Sie verändert ihn im Laufe der Geschichte.

Inwieweit waren die Dreharbeiten eine Herausforderung für Sie?

Die Arbeit für diesen Film bedeutete für mich insgesamt eine große Herausforderung. Die Auseinandersetzung mit den Themen "Hypnose" und "gefälschte Erinnerungen" war intensiv und zugleich sehr lehrreich. Die Drehtage auf dem offenen Meer, wo ich sehr viel schwimmen und tauchen musste, waren wiederum körperlich anstrengend. Aber ich mochte diese Mischung sehr!

Wie haben Sie die erneute Zusammenarbeit mit Regisseur Johannes Fabrick erlebt?

"Hartwig Seeler" war unsere dritte Zusammenarbeit und die dritte ungemein angenehme und für mich persönlich wertvolle. Ich schätze Johannes als sehr genauen Beobachter und Zuhörer und als Regisseur, der es durch seine humorvolle und sehr präzise Arbeit schafft, Seiten an mir zu entdecken, die ich noch nicht kannte. Er treibt mich an meine Grenzen und das meine ich im positivsten Sinne. Ich habe größtes Vertrauen in ihn und seine Arbeit.

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