Rikke Lylloff ist Kommissarin Ellen Norgaard

Ellen Norgaard (Rikke Lylloff)
Rikke Lylloff spielt Ellen Norgaard. | Bild: NDR/ARD Degeto / Oliver Feist

Gespräch mit Rikke Lyllof

"Strandgut" ist nun Ihr fünfter Usedom-Krimi. Was hat sich für Sie und Ihre Figur Ellen Norgaard seit dem Start verändert?

Ellen kennt die Insel und die Menschen dort jetzt natürlich besser. Sie lernt sich selbst auch im Laufe der Zeit besser kennen und erkennt, dass der Weg, den sie für sich gewählt hat, viel komplexer ist, als sie zunächst dachte. Sie und Karin Lossow kennen sich jetzt ebenfalls viel besser, die Freundschaft ist gewachsen und sie werden aufrichtiger zueinander. So ist es auch bei mir und Katrin – und bei mir und der Produktion und Usedom. Ich liebe meine Kollegen sehr und es freut mich zu wissen, dass ich bald wieder mit ihnen zusammenarbeiten werde. Auch wenn das alles nicht mehr neu ist und ich die Menschen und Umstände, mit denen ich arbeite, nun besser verstehe, gibt mir diese Freude die Energie, mich auf meine Arbeit zu konzentrieren. Es gibt uns als Schauspielern auch mehr und (hoffentlich) bessere Ideen, wie wir Szenen und Beziehungen lösen und entwickeln können.

Mit welchen Erwartungen und Gefühlen sind Sie nach Usedom zu den Dreharbeiten gereist bzw. zurückgekehrt? Was mögen Sie an der Insel?

Jetzt, da ich die Produktionsteams besser kenne, freue ich mich einfach immer darauf, die Leute wiederzusehen. Ich finde den weiten Himmel und die lange Küste großartig und liebe es, dort entlangzuspazieren, während ich mich auf die Arbeit vorbereite. Die Ruhe und der Frieden der Natur sind gut für mich und für meine Konzentration auf die Arbeit.

In "Strandgut" wird eine tote Frau an den Strand gespült, die lang im Wasser gelegen haben muss. Ellen Norgaard vermutet zunächst, es könnte sich um ihre verschwundene Mutter handeln. Was macht das mit Ellen, wie geht sie damit um?

Sie merkt, wie sehr sie sich in dieser Hinsicht einen gewissen Abschluss wünscht. Wenn sie wüsste, was mit ihrer Mutter passiert ist, würde es ihr leichter fallen, in Frieden zu leben. Es wäre fast einfacher, wenn sie gestorben wäre, weil Ellen sich dann keine Gedanken darüber machen müsste, warum ihre Mutter nie zu ihr zurückgekehrt ist. Ellen wüsste dann, wie sie mit dem Schmerz umgehen kann, damit diese alte Wunde endlich vernarben kann.

Ellen taucht tief in die eigene Vergangenheit ein. Das hat mit einer Figur zu tun. Wer ist Storm Nielsen? Und was löst die Begegnung in ihr aus?

Sie wird wirklich wütend auf Storm, mit dem sie früher liiert war, als er ohne Vorwarnung auftaucht. Von ihm wegzukommen, war ein Grund dafür, nach Usedom zu gehen. Sie hat seinetwegen einen Fehler gemacht und hat versucht, diesem zu entkommen. Aber sie liebt ihn auch immer noch. Es ist also es eine emotionale Achterbahnfahrt, ihn wiederzusehen. Die Geister der Vergangenheit bringen Ellen in dieser Folge aus dem Gleichgewicht. Am Anfang hat sie daran gezweifelt, ob es richtig war, Storm zu verlassen. Aber am Ende ist sie ziemlich sicher, dass es so am besten war. Sie kann das Kapitel mit ihrer Mutter zwar nicht abschließen, aber sie kann und will das mit Storm abschließen.

In "Träume" setzt ihr Staatsanwalt Dr. Brunner sehr stark zu. Warum macht er das? Und wie reagiert Ellen?

Ellen hat Dr. Brunner in einer Situation gesehen, die zwar für ihn peinlich war, für sie aber eine amüsante Erfahrung. Sie hat es sehr geschätzt, eine menschlichere und lockerere Seite von Brunner zu erleben. Als Brunner dann so reagiert, wie er es tut, findet Ellen das übertrieben. Sie zeigt aber Mitgefühl und versucht, humorvoll zu reagieren und einen echten Konflikt zu vermeiden. Brunner provoziert Ellen jedoch weiter und das geht ihr am Ende tatsächlich sehr unter die Haut. Sie versucht, sich selbst zu schützen, nur auf eine andere Art und Weise als Brunner. Und er hat letztlich recht, als er sie fragt: "Was wollen Sie im Leben? Privat, persönlich, beruflich? Man lebt ja nicht ewig ..."

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