Interview mit Maris Pfeiffer

"Schmerzgrenze – Der Usedom-Krimi" (AT) – Drehstart
Drehstart zum Usedom-Krimi "Schmerzgrenze" (AT) – mit Max Hopp und Katrin Sass v.l. Maris Pfeiffer (Regisseurin), Max Hopp und Katrin Sass | Bild: NDR/ARD Degeto / Alexander Fischerkoesen

Interview mit Maris Pfeiffer

Regie

"Schmerzgrenze" ist Ihre erste Arbeit für den "UsedomKrimi". Was hat Sie motiviert, die Regie zu übernehmen?

Als mich der Produzent ansprach, wusste ich sofort, worum es geht. Ich hatte den "Usedom-Krimi" von Anfang an verfolgt und mochte die Figuren ganz beson - ders. Dazu wollte ich schon immer gerne mit Katrin Sass zusammenarbeiten. Sie berührt mich. Max Hopp kenne ich schon sehr lange; er ist einer der besten Schauspieler in Deutschland.  
Dass er in dieser Folge so eine große Rolle spielt, fand ich sehr reizvoll. Dazu die neue Figur, Rainer Witt, deren Darstellung Till Firit übernommen hat, auch ein groß - artiger Schauspieler, den ich von der Bühne kannte. Und die wunderbare Rikke Lylloff mit ihrem skandinavischen Background sowie Rainer Sellien und Jana Julia Roth, die die beiden Kollegen in Uniform spielen und ebenfalls herausragende Kollegen sind – das war für mich, für die die Arbeit mit Schauspielern zum Schönsten an meinen Job gehört, ein Angebot, dass ich sehr gerne angenommen habe.  
Dazu konnten wir eine wunderbare Besetzung für die anderen Rollen finden: Beispielsweise Lore Stefanek als Mutter von Brunner und Ingrid Sattes als seine Geliebte. Johanna Polley und Frederik Schmid als das junge Paar, das so verzweifelt nach ein bisschen Glück sucht. Anton Spieker als Lars Hessler und Lutz Blochberger in der Rolle von Vanessas Vater, der alles für seine Tochter tut, und schließlich der wunderbare Christian Grashof als Hein - rich Schoo.  
Interessant war auch, dass die Folge "Schmerzgrenze" vor der Folge "Nachtschatten" gedreht wurde, in der Till Firit zum ersten Mal auftaucht. Wir haben also diese Figur eingeführt. Das waren spannende Herausforderungen. Im Fokus steht Staatsanwalt Dr. Brunner. Seine Mutter stirbt in einer noblen Seniorenresidenz, kurz darauf wird die Pflegedienstleiterin der Einrichtung tot aufgefunden. Sie war Brunners Geliebte. Der oberkorrekte Staatsanwalt steht plötzlich im Mittelpunkt der Ermittlungen? Brunner wirkte bisher unnahbar und in seiner Spießigkeit auch sehr lustig. Dass er hier auch eine andere Seite zeigen darf – jeder Mensch hat schließlich unterschiedliche Seiten – und dass sich die Beziehung zu Karin Lossow dadurch entwickeln darf, ohne dass Brunner seine Schärfe verliert, finde ich sehr schön für die Figur und die Reihe. Das hat mich besonders gereizt zu inszenieren. Auch im Umgang mit Holm Brendel und Dorit Martens zeigt er ja, wie sehr ihn der Tod seiner Mutter und seine Umstände aus der Bahn werfen.

Sie gelten als Krimi-Spezialistin – was zeichnet die Reihe "Usedom-Krimi" aus Ihrer Sicht aus?

Es sind die Charaktere. Sie zeichnet eine ungewöhnliche Mischung aus Humor, Strenge und Bärbeißigkeit im Umgang miteinander aus. Das findet man sonst eher im britischen Film.

Wie haben Sie die Dreharbeiten auf der Ostsee-Insel erlebt? Was ist das Besondere an diesem Drehort? Und am Team?

Usedom im November ist ein ganz anderes Usedom als im Sommer. Das Licht ist anders, der Herbst war noch zu spüren: Ich mag, wenn Landschaft eine große Rolle in einer Geschichte spielt. Das Team ist wunderbar. Die meisten sind seit langer Zeit dabei, sie alle schätzen Schauspieler und achten auf deren Bedürfnisse, halten zusammen, helfen einander. Es war schön, dort Gast zu sein.

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