Gespräch mit Oliver Schmitz

Regisseur

Karin Lossow (Kathrin Sass) hilft Jens Kampwirth (Vincent Krüger) als ehrenamtliche Konfliktberaterin.
Karin Lossow hilft Jens Kampwirth als ehrenamtliche Konfliktberaterin. | Bild: NDR / Maor Waisburd

Sie haben schon beim Usedom-Krimi "Schandfleck" Regie geführt – seitdem hat sich an der Figurenkonstellation einiges verändert. Was schätzen Sie am neuen Setting mit Ellen Norgaard als Kommissarin?

Ich finde Ellen Norgaard spannend. Sie bringt Konflikt und Aufregung zur Insel und in unser Ensemble. Karin ist dadurch emotional geladen, sie kannte Ellens Mutter. Jedoch weiß Karin Vieles noch nicht über Ellens Mutter. Diese Konstellation kreiert eine spannende Dynamik mit den beiden, gerade weil sie nicht über Vergangenheit und Geheimnisse reden wollen. Außerdem ist Karin mit einer "Ersatztochter" konfrontiert und weiß nicht, wie sie damit umgehen soll.
Die Kollegen von Ellen sind genau so unsi- cher, wie sie sich positionieren sollen. Ellen übernimmt die Stelle von Julia Thiel. Es ist auch für Ellen nicht einfach, sie spürt das … und flüchtet nach Świnoujście, vielleicht gerade deswegen. Rikke Lylloff ist eine tolle Schauspielerin, die eine neue, andere Farbe in das Ensemble einbringt.

Fürs deutsche Fernsehen haben Sie schon viel Comedy gemacht. Welche Humor-Qualitäten erkennen Sie im Usedom-Krimi?

Ich habe viel Drama im Kino international gemacht, aber ich bin in Deutschland für meine Comedy-Arbeit bekannt geworden. Letztendlich glaube ich, dass auch in jeder Comedy eine Tragödie steckt und in Drama viel Humor, das eine schließt das andere keineswegs aus. Katrin Sass hat einen wunderbaren, ganz trockenen Humor. Es ist immer ein Genuss, mit ihr zu arbeiten und im Zusammenspiel, insbesondere mit Max Hopp (Dr. Brunner) und Rainer Sellien (Holm Brendel), entfalten sich immer wieder Schmunzler, kleine Spitzen und Pointen. Die Autoren Michael Vershinin, Scarlett Kleint und Alfred Roesler-Kleint haben auch ein Händchen für den Humor-Schliff mitten im Fall.

Die Figuren dieser Reihe sind der Insel Usedom ziemlich verbunden und scheinen doch auch dort gefangen. Wäre das Inselleben für Sie persönlich Fluch oder Segen?

Die Welt ist klein und Usedom ist auch eine ganze Welt. Man kann sich immer etwas anderes wünschen, aber ich suche immer mein Glück da, wo ich bin.

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