Fragen an Alina Levshin

Käthe Dassler

Käthe Dassler (Alina Levshin)
"Es wäre schade, wenn man Frauen nur aufgrund ihres Geschlechts ausbremst." | Bild: ARD Degeto

Käthe Dassler ist schon in jungen Jahren eine ungewöhnlich selbstbewusste, eigenständige Frau, was auch bei Friedl, ihrer Schwägerin, Unverständnis hervorruft. Wie würden Sie Käthe beschreiben? Glauben Sie, dass Frauen noch heute auf solche Widerstände stoßen könnten?

Käthe Dassler ist eine herzliche und sehr liebenswerte Frau, die sich nicht so sehr darum kümmert, was andere von ihr halten. Sie unterstützt mit viel Freude und Energie ihren Mann, da sie auch in sich einen Unternehmergeist spürt. Trotz aller gesellschaftlichen Normen bleibt sie lieber sich selbst und ihrer Leidenschaft treu, als faule Kompromisse zu schließen. Es gibt immer noch Grenzen für Frauen, die in der einen Berufsgruppe mehr und in der anderen weniger gelten. Daher sind leider weiterhin viel zu wenige Frauen in höheren, mächtigeren Positionen vertreten. Natürlich sind Männer und Frauen verschieden. Das heißt aber nur, dass Frauen eine andere Herangehensweise haben und Aufgaben anders lösen als ihre männlichen Kollegen. Sie machen ihre Arbeit allerdings genauso gut wie Männer! Es wäre schade, wenn man Frauen nur aufgrund ihres Geschlechts ausbremst. Man sollte ihnen von Beginn an mehr Vertrauen schenken.

Was war für Sie das Spannendste, und was war die größte Herausforderung, die Rolle der Käthe Dassler zu übernehmen?

Das Spannendste war, diesen Bogen von fast 50 Jahren zu erzählen, die ganze Entwicklung der Familie Dassler in prägnanten Szenen spielen und zeigen zu können. Alle Departments mussten so viele Dekaden in Bildern erzählen. Spielerisch war es eine große Herausforderung, eine 15-Jährige Käthe zu spielen und einen Drehtag später die knapp 60-Jährige zu geben. Wobei uns natürlich als Schauspieler Kostüm und Maske sehr gut unterstützen, um die Illusion des Alterns herzustellen. Die vielen Alterungsstufen haben unter anderem dem Maskendepartment vieles abverlangt und die dafür notwendige stundenlange Vorbereitung war für uns Schauspieler spannend und eine Herausforderung zugleich. Wann kann man sich schon beim "Älterwerden" zusehen?

Wie war es für Sie, mit zwei Regisseuren gleichzeitig zu arbeiten?

Ich habe mich sehr auf die Arbeit gefreut, da das Arbeiten mit zwei Regisseuren neu für mich war. Wir haben uns bereits beim Casting kennengelernt, und ich fand die beiden auf Anhieb sympathisch. Heute will ich diese Erfahrung nicht missen, denn die beiden, Cyrill und Philipp, haben das großartig gemacht. Sie haben sich gut ergänzt und beide waren für mich persönlich sehr angenehm und verständlich in der Kommunikation. Daher bin ich über die Möglichkeit glücklich gewesen, mit ihnen arbeiten zu dürfen. Ich hoffe, nicht das letzte Mal!

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