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Donna Leon – Verschwiegene Kanäle

Commissario Brunetti ermittelt mit Hilfe seiner Sekretärin Signorina Elettra den rätselhaften Selbstmord eines Kadetten an einer Militärakademie. Vice-Questore Patta ist das gar nicht recht, denn er will es sich mit dem Militär nicht verscherzen. | Bild: ARD Degeto / Martin Menke

Commissario Brunetti ermittelt mit Hilfe seiner Sekretärin Signorina Elettra den rätselhaften Selbstmord eines Kadetten an einer Militärakademie. Vice-Questore Patta ist das gar nicht recht, denn er will es sich mit dem Militär nicht verscherzen.

Die angesehenen Familien Venedigs schicken ihre Söhne auf die Militärakademie San Martino. Kein Wunder, dass der angebliche Selbstmord eines Kadetten am liebsten vertuscht würde. Das hält Commissario Brunetti natürlich nicht von den Ermittlungen ab.

Commissario Brunetti glaubt nicht an Selbstmord. Zu merkwürdig verhalten sich die gedrillten Mitschüler, die aus Angst vor Comandante Toscano alle etwas zu verschweigen scheinen.

Bei seinen Ermittlungen stößt Commissario Brunetti überall auf eine Mauer des Schweigens.

Auch der Vater des toten Jungen, der kritische Ex-Politiker Fernando Moro, ist trotz seines Kummers zu keiner Kooperation mit der Polizei bereit.

Moro macht Brunetti unmissverständlich klar, dass er nicht mit der Polizei kooperiert.

Licht in den Fall kommt erst durch Brunettis Sohn Raffi, der die Ermittlungen seines Vater eigentlich nur als Praktikant begleitet. Denn er spricht die Sprache der gleichaltrigen Kadetten ...

Raffi findet heraus, dass die jungen Kadetten vor ihrem sadistischen Mitschüler Enzo Filippi (hier im Bild rechts) zittern. Einen weiteren entscheidenden Hinweis liefert jedoch Signorina Elettra ...

Sie entdeckt, dass Enzos Vater Marcello Filippi an Rüstungsaufträgen verdiente, die ihm Toscano – damals noch Staatssekretär –zuschusterte. Fernando Moro, Vater des toten Kadetten, war damals kurz davor, den Skandal aufzudecken.

Kadett Filippi schikaniert seine Mitschüler Belcredi und Caprese.