Regisseurin Eva Trobisch zu ihrem Film

Eva Trobisch
Eva Trobisch | Bild: Kerstin Kais

»Ob man Probleme hat oder eben nicht, ist für Janne Entscheidungssache, eine Frage der Haltung. Und diese Haltung empfindet Janne schon fast als Verpflichtung – in einer Zeit, in der sie für sich und ihre Angelegenheiten wenig mehr übrig hat als ein mildes Lächeln. Dafür reicht ein Blick in die Zeitung. Selbstmitleid findet sie obszön. Für mich ist Janne eine Figur, deren Eigenschaften ich von einigen Frauen meiner Generation gut kenne. Sie sind gebildet, aufgeklärt, gleichberechtigt und, ganz wichtig, unkompliziert. Sich als schwaches Geschlecht zu sehen, wäre also schlicht selbstlimitierend und entspricht nicht der Lebenswirklichkeit ihres kinderlosen bürgerlichen Umfelds. Ich begann mich zu fragen, was passiert, wenn so eine Figur, im archaischsten Sinne, einem Mann 'zum Opfer' fällt? Unsere Gesellschaft hat sehr klare Vorstellungen davon, wie sich ein 'Opfer' fühlt und wie es sich zu verhalten hat. Darauf hat Janne aber keine Lust. Kann man entscheiden, ob man Opfer ist?«

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