Regisseurin Mia Spengler zu ihrem Film

Mia Spengler
Mia Spengler | Bild: Oskar Sulowski

»'Back for good' ist ein Film über drei Frauen aus drei Generationen, die nicht nur durch ihr Blut verbunden sind, sondern auch durch das unerfüllte Bedürfnis nach Liebe. Verzweifelt sehnen sie sich danach, diese Leere zu füllen und so werden Moral, Selbstachtung und Würde zu verkaufbaren Waren für einen Moment der Bestätigung.

Angie, unsere Hauptfigur, ist ein Trash-TV-Starlet, die sich hartnäckig an ihre verblassende Karriere klammert, um ihrer Mutter zu beweisen, dass sie gut für etwas ist, dass auch jemand wie sie berühmt sein kann. Ich wollte die Geschichte einer Frau erzählen, die von vielen zur Primetime im Reality-TV für ihre Beschränktheit verlacht werden würde. Eine Frau jedoch, die wie die meisten von uns hart kämpfen muss, um ihre Vergangenheit zu überwinden. Die viel im Leben zu tragen hatte und nicht immer den besten Weg gefunden hat, damit umzugehen. Aber die willens ist, das zu ändern. Angie verkörpert die Oberflächlichkeit unserer Zeit und die Verrohung unserer Gesellschaft. Doch sie ist gleichzeitig eine hoffnungsvolle Figur, eine tragisch-komische Heldin, die es durch ihre Anstrengungen, mögen diese auch noch so hanebüchen sein, am Ende schafft sich zu transformieren und aus der Spirale des Selbsthasses heraus zukommen, indem sie sich zum ersten Mal in ihrem Leben um eine andere Person kümmert.

Deshalb ist 'Back for good' für mich auch eine Ode an die Menschlichkeit – leise gesummt während ein Autotune-Popsong aus dem Radio dröhnt.«

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