Statement von Thomas Stuber

Autor und Regisseur

Herbert (Peter Kurth) mit seiner Tochter Sandra (Lena Lauzemis), mit der er jahrelang keinen Kontakt hatte.
Herbert mit seiner Tochter Sandra, mit der er jahrelang keinen Kontakt hatte. | Bild: MDR

»Herbert Stamm muss sterben. Eine tückische Krankheit, Amyotrophe Lateralsklerose, kurz ALS – eine degenerative Erkrankung des motorischen Nervensystems – hat ihn befallen. Sein mächtiger Körper, einmal Herberts ganzer Stolz und Potential, wird immer schwächer. Bis irgendwann Schluss ist. Herbert wehrt sich lange Zeit, seinen Zustand überhaupt anzuerkennen.

Er muss sich zum ersten Mal im Leben mit Schwäche und Ohnmacht auseinandersetzen. Damit ist Herberts Geschichte auch ein stückweit die vom "sozialen Tod". Viele Freunde und Kollegen wenden sich durch die Krankheit von ihm ab. Aber eben nicht alle. Wie tritt man ab von der Welt? Was lässt man zurück und vor allem: Wie lässt man die Dinge zurück?

Das sind die zentralen Fragen, um die sich der Film dreht. Und Herbert hat einiges angerichtet in seinem Leben. Der Film ist wie eine Reise in die Dunkelheit, ins Ungewisse. Aber je länger der Film dauert, ist da auch Licht. Ein kleines Lächeln in Herberts Gesicht. Herbert macht es uns nicht leicht, ihn zu mögen. Aber je länger der Zuschauer ihn begleitet, desto mehr wächst er ihm ans Herz. Sein Schicksal, sein aussichtsloser Kampf gegen ALS, sein inniger Wunsch, sich mit seiner Tochter zu versöhnen wird den Zuschauer nicht unberührt lassen.«

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