Regisseurin Sonja Maria Körner zu ihrem Film

Sonja Maria Kröner
Sonja Maria Kröner | Bild: privat

»Familien sind fein gesponnene, fragile Geflechte, in denen jedes Mitglied seine spezifische Rolle hat. Die Beziehungen untereinander sind vielschichtig und komplex. Sich scheinbar ausschließende Gefühle existieren in einem Spannungsfeld nebeneinander: Neid, Eifersucht und Enttäuschung neben Liebe, Selbstlosigkeit und unbedingter Loyalität.

Die Sommerhäuser-Familie gehört einer bürgerlichen Welt an, mit bürgerlichen Wertvorstellungen. Besitz zählt und gesellschaftliches Ansehen. Umgangsformen, manifestiert in sich wiederholenden Floskeln und Phrasen.
Innerhalb dieser Kultiviertheit blitzen immer wieder die heimlichen Sehnsüchte und Wünsche auf. Der Ort, an dem die Familie sich trifft, ist ein Garten. Ein Soziotop, in dem sie sich lieben und hassen, gegeneinander intrigieren, sich miteinander freuen und gegenseitig verwünschen.

Sommerhäuser spielt in den 1970er Jahren, da ich den Familiengarten auf eine besondere Art erzählen wollte. Der Garten sollte etwas Hermetisches haben. Man fährt dorthin und ist für die Außenwelt nicht mehr erreichbar. Das Zusammentreffen hat eine Unbedingtheit, die es heute in Familien so nicht mehr gibt. Vorbild für diesen Garten ist der Gemeinschaftsgarten meiner Familie, in dem ich einen Großteil meiner Kindheit verbracht habe. Für mich war er der schönste, geheimnisvollste und verzaubertste Ort der Welt.«

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