SENDETERMIN So, 19.05.19 | 03:35 Uhr | Das Erste

Quartett d'Amour – Liebe, wen du willst

Franck (Roschdy Zem), Teri (Élodie Bouchez), Vincent (Nicolas Duvauchelle, 2. v. re.) und Rachel (Marina Foïs, re.) genießen ihre gemeinsame Zeit miteinander.
Franck, Teri, Vincent und Rachel genießen ihre gemeinsame Zeit miteinander. | Bild: ARD Degeto / Why Not Productions

Spielfilm Frankreich 2010

Sie fühlen sich sofort zueinander hingezogen: Als die selbstbewusste Schmuckdesignerin Rachel dem sympathischen Webseiten-Gestalter Vincent begegnet, gehen Östrogen und Testosteron bei den beiden attraktiven Mittdreißigern eine spontane Verbindung ein. Die Tatsache, dass sie glücklich verheiratet sind – Rachel mit dem anziehenden Schriftsteller Franck, Vincent mit der verführerischen Dolmetscherin Teri –, stellt keinen besonderen Hinderungsgrund dar, es einmal miteinander zu versuchen.

Ganz im Gegenteil: Bereits beim ersten Treffen zum gemeinsamen Abendessen sprühen die erotischen Funken bei beiden Paaren lichterloh, und die jeweilige sexuelle Anziehungskraft wird in der folgenden Nacht sogleich aktiv in die Tat umgesetzt: Rachel geht mit Vincent nach Hause, Franck mit Teri. Diese offene Bereitschaft zum gegenseitigen Partnertausch erweist sich als überaus anregend, sowohl für das Liebes- als auch das Zusammenleben beider Ehepaare, und es wird in der Folgezeit als lustvolles Abenteuer dementsprechend ausschweifend zelebriert.

Vor den heranwachsenden Kindern hält man die reizvolle "ménage à quatre" zwar geheim, sonst aber scheint es keinerlei Tabus zu geben. Immer wieder kommen Rachel, Franck, Teri und Vincent zusammen, immer hemmungsloser gestalten sich ihre erotischen Begegnungen. Alle genießen die neue sexuelle Freiheit und reden sich ein, ihre Toleranz grenzenlos strapazieren zu können. Bis zu einem gewissen Punkt funktioniert dies auch, aber schließlich machen die Gefühle in Form von aufkeimenden Eifersüchteleien doch noch einen Strich durch das muntere Pärchenwechsel-Spiel, das so harmlos wie erregend begonnen hatte.

Die offenherzige Vierer-Romanze des französischen Regisseurs Antony Cordier sorgte im Wettbewerb der 67. Internationalen Filmfestspiele von Venedig 2010 für einiges Aufsehen. Cordier setzt nicht auf Voyeurismus oder Pornografie, sondern vielmehr auf fühlbare Erotik. Sein Film stellt die Frage, wie erwachsene Menschen mit ihrem Willen zur eigenen moralischen Grenzüberschreitung umgehen, maßt sich aber nicht an, darüber ein Urteil zu fällen. Das hervorragend besetzte, glaubhaft agierende Darstellerensemble trägt seinen Anteil dazu bei – und beweist Mut, sich ebenso körperliche wie seelische Blößen zu geben.

Besetzung und Stab

Rolle Darsteller
Rachel Marina Foïs
Teri Elodie Bouchez
Franck Roschdy Zem
Vincent Nicolas Duvauchelle
Yoakim Jean-François Stévenin
Diane Alexia Stresi
Salomé Blanche Gardin
Jeannette Geneviève Mnich
Jacques Philippe Paimblanc
Margot Naomi Ferreira
Thelma Ilona Caly
Tim Ferdinand Ledoux
Mathieu Cédric Weber
Musik: Frédéric Verrières
Kamera: Nicolas Gaurin
Buch: Antony Cordier
Julie Peyr
Regie: Antony Cordier
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