Statement von Alexander van Dülmen

(Produzent, Carte Blanche International)

Auf dem Rückflug von Brüssel nach Berlin: Angela Merkel (Imogen Kogge), der außenpolitische Berater Christoph Heusgen (Peter Rafalt) und Außenminister Frank-Walter Steinmeier (Walter Sittler) beraten über Orbans geplanten Grenzzaun.
Auf dem Rückflug von Brüssel nach Berlin: Angela Merkel, der außenpolitische Berater Christoph Heusgen und Außenminister Frank-Walter Steinmeier beraten über Orbans geplanten Grenzzaun. | Bild: rbb/carte blanche / Volker Roloff

Über das Risiko, einen aktuellen und politischen Stoff zu verfilmen

»Wir erleben in diesem Film eine große politische Herausforderung und sind der Bundeskanzlerin dabei ganz nah. Gerade um authentisch zu sein, wagen wir es, auch ein sehr persönliches und intimes Bild zu zeichnen. Genau hier liegt vielleicht das größte Risiko: einen Stoff zu verfilmen, der auf vielen Fakten beruht, und doch eine sehr menschliche Seite unserer Politiker zeigt. Würde man aber dieses Risiko nicht eingehen, hätten wir eine Dokumentation gemacht und keinen spannenden Spielfilm, bei dem eben alles dabei sein muss. Ohne den Mut des RBB und der Redaktion, allen voran Martina Zöllner, hätten wir ein so wichtiges und auch riskantes Projekt nicht verwirklichen können. Wenn wir es schaffen, dass die Polarisierung, die unsere Gesellschaft durch unterschiedliche Strömungen seit der sogenannten Flüchtlingskrise erfährt, debattiert wird, dann haben wir mit 'Die Getriebenen' sehr viel erreicht.«

... und über Objektivität

»Die Bedeutung von Objektivität steht seit Trump und Fake News vermehrt im Fokus der Öffentlichkeit. Wir legen darauf Wert, dass sich der Zuschauer sein eigenes Bild macht. Wir liefern dazu eine Geschichte, die ein anerkannter Journalist recherchiert und aufgeschrieben hat. Natürlich interpretieren der Drehbuchautor Florian Oeller und der Regisseur Stephan Wagner das Buch von Robin Alexander jeweils individuell. Dennoch haben wir gemeinsam immer sehr viel Wert darauf gelegt, keine Wertung vorzunehmen, was – glaube ich – auch gut gelungen ist.«

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