SENDETERMIN Mi., 19.05.21 | 20:15 Uhr | Das Erste

Großstadtrevier – St. Pauli, 06:07 Uhr

PlayIn ihrer Wut und ihrem Schmerz droht Nina Sieveking (Wanda Perdelwitz), eine gefährliche Grenze zu überschreiten.
Großstadtrevier – St. Pauli, 06:07 Uhr | Video verfügbar bis 19.11.2021 | Bild: NDR / Thorsten Jander

Spielfilm Deutschland 2021

Feierabend. Die Einsätze während der Nachtschicht haben Nina Sieveking und die anderen Beamtinnen und Beamten von Hamburger "Großstadtrevier“"gewohnt routiniert absolviert. "Ich vermisse Euch jetzt schon", ruft die Polizistin fröhlich zum Abschied in die Wache. Wie sehr sie ihr Kollegen-Team vor allem in wenigen Minuten vermissen wird, ahnt Nina da noch nicht.

In der U-Bahn singt ein Musiker und spielt dazu Gitarre. Ein Blick, ein Lächeln – Sympathie auf Anhieb zwischen Nina und ihm. Zwei junge Männer steigen in den Waggon, die Köpfe verhüllt in den Kapuzen ihrer Sweatshirts. Ein wirrer Dialog entspinnt sich zwischen den beiden, die ganz offensichtlich aneinander vorbeireden. Das amüsiert den Musiker sichtlich, worauf die beiden Männer aggressiv reagieren und auf den Sänger losgehen.

Nina Sieveking, in Uniform als Polizistin erkennbar, schreitet ein. Doch ihr Einsatz wird ihr zum Verhängnis: Die zwei verprügeln die junge Frau vor den Augen der anderen Fahrgäste, die regungslos auf ihren Plätzen bleiben. An der Station St. Pauli werfen die Schläger Nina aus der Bahn. Es ist 06:07 Uhr, als sie blutüberströmt auf dem Bahnsteig liegt, wehrlos der massiven Gewalt der zwei Täter ausgesetzt, die sie filmen und ihr mit einem Teppichmesser die langen Haare abschneiden. Nina schafft es gerade noch, einen Notruf abzusetzen.

Sofort rasen Lukas Petersen, Daniel Schirmer, Harry Möller und Piet Wellbrook von der Wache aus los, um ihre Kollegin zu retten. Als sie am Tatort ankommen, sind die Schläger bereits verschwunden. Es sind die berühmten Sekunden, die alles verändern. Nina Sieveking versucht, ihre sonst so toughe Haltung zu wahren, doch hinter der Fassade liegt ihr Leben in Trümmern. Das will sie jedoch weder sich selbst noch ihren Kolleginnen und Kollegen gegenüber eingestehen, die sich große Sorgen um sie machen. Die Polizistin fühlt sich verraten und verkauft. Tagtäglich steht sie parat, um andere zu schützen – doch was kommt zurück?

Für Harry Möller, Lukas Petersen und die übrigen Kolleginnen und Kollegen vom "Großstadtrevier" beginnt eine nervenaufreibende Suche nach den Tätern. Frustrierende Gespräche mit Zeugen bleiben ergebnislos, niemand will etwas gesehen haben. Die Polizistinnen und Polizisten, die täglich ihr Leben für andere riskieren, erfahren selber kaum Hilfe. Als am Hafen ein Toter aufgefunden wird, offenbaren sich neue Abgründe – und Nina gerät plötzlich selbst ins Visier der Ermittlungen.

Beim Team vom PK 14 entstehen plötzlich Zweifel an Ninas Integrität. Sie schwört, einen dritten Mann auf dem Bahnsteig gesehen zu haben, der das Geschehen lachend beobachtet haben soll – doch es gibt keinerlei Hinweise auf ihn. In einem Moment, in dem sie am wenigsten damit rechnet, hat sie plötzlich sein Lachen im Ohr. Direkt neben sich.

Diese Sendung ist nach der Ausstrahlung sechs Monate lang in der ARD-Mediathek verfügbar.

Besetzung und Stab

Rolle Darsteller
Hariklia Möller Maria Ketikidou
Nina Sieveking Wanda Perdelwitz
Lukas Petersen Patrick Abozen
Harry Möller Maria Ketikidou
Piet Wellbrook Peter Fieseler
Lukas Brüggemann Patrick Abozen
Frau Küppers Saskia Fischer
Hannes Krabbe Marc Zwinz
Daniel Schirmer Sven Fricke
Charles Wieland Christian Aumer
Peter Reiners Heiko Pinkowski
Rico Feldmann Vincent Krüger
Rabe Heinz Hoenig
Stempel Robin Bongarts
Klöte Johannes Kienast
Katja Böhme Tina Pfurr
Mira Böhme Lilly Barshy
Jonas Stemper Robin Bongarts
Bonnie Marlene von Appen
Clyde Massimo Ardente
Juli Delio Malär
Jan Dierks Alexander Kruuse Mettin
Anna Keune Lo Rivera
Musik: Hannah von Hübbenet
Philipp Kobilke
Kamera: Anne Misselwitz
Buch: Norbert Eberlein
Regie: Félix Koch
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