Ludger Pistor

Ludger Pistor in seiner Rolle als Wolfgang.
Ludger Pistor in seiner Rolle als Wolfgang. | Bild: WDR / Frank Dicks

»Als ich 2008 gefragt wurde, ob ich in einem Film über zwei Langzeitarbeitslose eine der beiden Hauptrollen spielen wollte, konnte ich mir zunächst nicht vorstellen, dass sich daraus ein so langfristiger Erfolg entwickeln würde. Mir erschien das Thema einfach als zu schwierig: zwei Hartz-IV-Empfänger, die nicht länger auf das Geld vom Staat angewiesen sein wollen, aber beim Versuch, diesen Zustand zu ändern, immer wieder scheitern – würden die Menschen das sehen wollen? Überraschenderweise ja. Nicht zuletzt auch wegen der wunderbaren Drehbücher und der Arbeit unserer Regisseure.

Aus dem Zusammenspiel aus Buch und Regie entwickelte sich ein sehr lakonischer, feiner Humor, der Armin und mir sehr zugute kam. Ich vermute, dass sich die Freude, mit der wir Wolfgang und Günther spielen, auch auf die Zuschauer überträgt. Armin und ich haben nicht nur die beiden, sondern uns auch gegenseitig mächtig ins Herz geschlossen und genießen es, gemeinsam eine Form der Komik zu transportieren, die uns über Wolfgang und Günther lachen lässt, die beiden aber nie diskreditiert. Die Tragik ihres Scheiterns wird durch diese humorvolle, warmherzige Erzählweise erträglich, ein schweres Thema leicht. Ja, es geht um gesellschaftliche Realität, aber wir erzählen von ihr in Form eines unterhaltsamen Ruhrgebietsmärchens. Und Märchen lieben die Leute.«

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