Lisa und Lena als Mimi und Maja

PlayInterview mit Lena und Lisa Mantler
"Was wir wussten" – Interview mit Lisa und Lena Mantler | Bild: Das Erste

Gespräch mit Lisa und Lena

»Junge Frauen sollten sich den Film anschauen, weil er vieles aufklärt«

Mit rund 15 Millionen Followern gehört ihr zu den beliebtesten Instagramern in Deutschland. Nur zwei Fußballstars sind im Ranking höher platziert. Womit erreicht ihr so viele Besucher?

Lisa: Wir posten Fotos, teilen Videos und produzieren Stories, die aber immer nur einen Tag bleiben. Wir nehmen die Leute ein bisschen mit in unseren Alltag. Sie können für einen Moment an unserem Leben teilhaben.

Ihr seid mit 17 schon vier Jahre im Geschäft. Wie fing alles an?

Lena: Wir haben damals diese App für Tanz- und Playback-Videos gesehen und einfach mal ausprobiert. Zu Beginn haben wir nur etwas für unsere Freunde gedreht. Dann stieg die Zahl der Follower von Tag zu Tag an, von 50 auf viele Millionen.

Lisa: Irgendwie hat es den Leuten gefallen. Deshalb haben wir eben weitergemacht. Zum Schluss hatten wir 30 Millionen Follower auf der Plattform Tik Tok. Aber wir haben den Account inzwischen gelöscht, weil wir nicht mehr hinter der App stehen konnten.

Lena: Auch weil wir uns weiterentwickelt haben: Wir machen heute keine Musicallys mehr. Als wir noch in der Findungsphase steckten, haben wir zum Spaß einen eigenen Song aufgenommen und auf Youtube gestellt. Damit haben wir über 25 Millionen Aufrufe erreicht, was für die Plattform total krass ist. Da zählen wirklich die Aufrufe, crazy!

Im Film "Was wir wussten – Risiko Pille" spielt ihr ein Influencer-Team, das auf sozialen Plattformen für die Verhütungspille der 3. und 4. Generation wirbt. Der Pharmakonzern will sein Medikament als völlig harmloses Anti-Akne-Präparat für Teenager vermarkten. Was haltet ihr von der Geschichte?

Lena: Ich finde das Vorgehen des Herstellers unmenschlich. Es ist traurig, dass solche Pillen überhaupt auf den Markt kommen. Auf der anderen Seite freuen wir uns sehr, dass wir die Chance erhalten haben, in einem so wichtigen Film mitzuwirken.

Lisa: Junge Frauen sollten sich den Film anschauen, weil er vieles aufklärt. Die Mädchen sollten sich gut informieren, bevor sie solche Pillen nehmen. Die Risiken sind den meisten gar nicht bewusst.

Lena: Der Film zeigt auch, dass man Werbung hinterfragen sollte. Und dass man aufpassen sollte, wofür man Werbung macht, ob man hinter dem Produkt stehen kann.

Seid ihr selber Influencer?

Lisa: Ich frage mich: Ist Influencer schon eine Berufsbezeichnung? Manche leben ja wirklich davon. Aber Lena und ich machen so gut wie keine Werbung. Ein Reporter hatte einmal behauptet, wir würden Hunderttausende verdienen. Das entspricht überhaupt nicht der Wirklichkeit. Wenn wir im Video einen Markenpulli tragen, müssen die Aufnahmen als Werbung gekennzeichnet werden. Das heißt aber nicht, dass wir gleich dafür bezahlt werden.

Kommen Firmen auf euch zu, weil sie mit euch werben wollen?

Lisa: Ja, aber wir nehmen nicht einmal zehn Prozent der Angebote an. Wir entscheiden nach Bauchgefühl, was zu uns passt.

Lena: Außerdem haben wir unser eigenes Modelabel gegründet.

Wollt ihr jetzt das alte Medium TV erobern?

Lena: Unser nächstes Ziel ist es, Filme und Serien zu drehen. Wir sind gerade auf der Suche nach einer Schauspielagentur.

Lisa: Wir beschäftigen uns mit dem deutschen Film, weil wir in die Schauspielerei wollen. Und wir haben uns richtig in den "Tatort" verliebt. Wir schalten auch ein, wenn andere Fernsehfilme von ARD und ZDF laufen. Die sind einfach so gut.

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