Ihre Kommentare zum Film "Weil du mir gehörst"

Ergänzend zum Film wird ein Talk das Thema Eltern-Kind-Entfremdung vertiefen. Zu Wort kommen Betroffene, ein Psychologe, ein Familienrichter sowie die Macher des Films. Es moderiert der ARD-Rechtsexperte Frank Bräutigam.

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Der Talk zum Film

W.W. schrieb am 16.02.2020, 23:48 Uhr

Sagenhaft guter Film. Auch von den Schauspielern grandios dargestellt. Unfassbar, wie manche Kinder krank gemacht werden. Blöder Schluß für den Fernsehzuschauer, obwohl der Film wohl der Realität im Ausgang am nächsten kommt.

XY schrieb am 16.02.2020, 23:36 Uhr

Ich würde mich sehr über eine Fortsetzung des Filmes freuen. Ich bin sehr erschüttert, dass die Entfremdung des Kindes von einem Elternteil so einfach möglich ist und finde es einfach nur schockierend! Vielen Dank für diesen Film!! Er hat mich sehr zum Nachdenken gebracht! ����

Gregor Wichmann schrieb am 16.02.2020, 21:10 Uhr

Erschreckend identisch zu meinen Fall. Ich sehe meine Töchter seit 2 Jahren nicht. Meine Exfrau möchte keinen Kontakt. Es gibt keine Möglichkeit mit ihr zu sprechen. Vor einem halben Jahr gab es dazu einen Gerichtstermin, bei dem meine kleine Tochter aussagte, dass sie mich liebt und mich regelmäßig sehen möchte, ich sie auch von der Schule abholen soll. Es gab gerade einen Termin mit ihr. 3 Wochen später schrieb sie mir, dass sie keine weitere Kontakte möchte. Mit den Zusatz: "Es tut mir leid Papa." In der Schule ist sie von der 8. In die 7. Klasse herabgesetzt worden, weil sie in den Leistungen total eingebrochen ist und es keine Chance gegeben hätte, die Klasse zu bestehen. Ich hätte nie gedacht, dass das in Deutschland möglich ist. Das Jugendamt kann wohl nichts tun und ich kann meinem Kind leider auch nicht helfen. Es tut weh, wenn man seine eigenen Kinder so leiden sehen muss. Auch ich leide unendlich.

M.A. schrieb am 16.02.2020, 20:48 Uhr

"Weil Du mir gehörst" hat mich sehr berührt, da ich die Problematik der systematischen Kindesentfremdung im engsten Familienkreis miterlebt habe: mein Freund hat seine achtjährige Tochter nun seit mehr als 2 Jahren nicht mehr gesehen. Richter und Jugendamt haben sogar zugegeben, dass sie eine Manipulation seitens der Mutter für wahrscheinlich halten, dem aber nichts entgegensetzen werden, da das Kind seinen Lebensmittelpunkt bei der Mutter hat und Schaden an der Mutter automatisch Schaden am Kind bedeutet. Mein Freund hat nach vielen zermürbenden Gerichtsverhandlungen irgendwann aufgegeben, weil er die Situation psychisch nicht mehr ertragen hat. Der Film polarisiert sicherlich - aber er ist meiner Meinung nach ein höchst wertvoller Beitrag in der sonst Mütter-dominierenden Alleinerziehenden-Szene, wo die Väter meistens als unzuverlässige Zahler und Nicht-Kümmerer hingestellt werden. Es hat sich so viel getan in den letzten Jahren: die meisten Väter wollen sich auch nach einer Trennung aktiv im Leben ihres Kindes einbringen und da sein. Die Geschichte im Film ist mit Sicherheit kein Einzelfall - obgleich es vielleicht nicht überall ganz so überspitzt zugeht wie in dieser Familie. Väter haben, genau wie Mütter, ein Recht darauf ihr Kind regelmäßig zu sehen! Wer sich so krank verhält wie die Mutter im Film, dem sollte das Sorgerecht entzogen werden. Deutschland hinkt im europäischen Vergleich meilenweit hinterher, Mütter haben einen regelrechten "Madonnen-Status". Das automatisch geteilte Sorgerecht, das es hierzulande erst seit wenigen Jahren gibt, hat ein Vater hart erkämpft, der bis zum europäischen Gerichtshof geklagt hat. Das muss man sich mal vorstellen! Für mich - und ich sage das als Mutter einer Tochter - ist das ein Armutszeugnis für dieses Land. Ich hoffe, dass sich die Situation für Väter weiterhin stetig verbessert und Richter in Trennungsfällen nur das Wohl des Kindes im Blick haben.

Michael schrieb am 16.02.2020, 20:46 Uhr

Der Film ist sehr gut !!! Er sollte als Film gesehen werden und war letzlich nicht auf individuelle Schicksale abgestimmt. Ich habe als Betroffener Jahre benötigt, bis ich auf PAS gestoßen bin. Alles was ich als Vater, der den Kontakt zum Sohn verloren hat , erlebt habe, finde ich in der Literatur , im Netz wieder. Der Talk war super aussagekräftig. PAS hat bei mir schon lange während der Beziehung stattgefunden und wurde extremer bei der Trennung.Die Entstehung von PAS dürfte zu einem nicht unerheblichen Teil auf die Charaktere / Wesen von Vater und Mutter zurückzuführen sein. Mein Sohn wird leider weiter durch die Entfremdung Schaden nehmen. Meine Wahrnehungen und meine tiefe Verzweiflung hat einen Namen : PAS

Jürgen Wieloch schrieb am 16.02.2020, 18:17 Uhr

Vorab sollte den Hauptakteuren in diesem Fernsehfilm, nämlich Julia Koschitz ( sie hat in dem TV - Drama " Der letzte schöne Tag " bereits eine glänzende Rolle gespielt ) sowie Felix Klare ( dem Ex " Tatort " - Kommissar ) (*) ein großes Lob ausgesprochen werden. Beide Akteure zeigen selbst, welch hohes Maß an Authentizität dieser Beitrag in sich birgt. Einst durfte ich mich über viele Jahre beruflich mit Familienrecht beschäftigen. Und just dabei sind mir die hier gezeigten Verhaltensmuster in vielen Varianten untergekommen. Da wurde getrickst, das Recht gebeugt und gelogen, dass sich die Balken bogen. Die Basis, die Triebfeder, jener inhumanen, weil dem Kind / den Kindern für ewig Nachteile bringenden Handlungsmaximen, waren fast immer verletzte Gefühle, gepaart mit Egoismus. Dieser Film hält unserer Gesellschaft einen Spiegel vor die eigene Visage. Dass sich darin, auf den schnöden Mammon fixierte Kollegen der Anwaltszunft, Gutachter, deren wirtschaftliche Existenz von einem zuvor geknüpften Netzwerk identischer Beteiligter abhängig ist und Familienrichter, die " PAS " für ein Hirngespinst halten, wieder sehen, kann ich deshalb nur bestätigen. Dieses - in dem Film sehr gut wieder gegebene - Gebräu aus Geldschneiderei, Bequemlichkeit und Ignoranz hat keineswegs etwas mit dem Kampfbegriff " Gutmenschentum " zu tun, sondern eher damit, dass Scheidungskinder - von denen es eben nicht gerade wenige gibt -, zumeist die Leidtragenden sind. Und bei der Vermeidung des drohenden " Kindesleids " versagen die beteiligten Erwachsenen allzu häufig. Kinder benötigen bei ihrer langen Entwicklung nicht nur beide Elternteile, sondern zusätzlich auch ihre Großeltern. Dieses wird eben häufig außer Acht gelassen. (* Anmerkung der Redaktion: Felix Klare ist immer noch als Kommissar Sebastian Bootz im Stuttgarter "Tatort" im Einsatz.)

Andreas L. schrieb am 16.02.2020, 17:36 Uhr

Der Überlieferung ist Justizia blind..., was die Rechte der Väter betrifft auch noch gehörlos dazu.. Leider werdn Väter immer noch, obwohl wir im 21.Jahrhundert leben von Richtern, Anwälten und Jugendämtern als Menschen dritter Klasse diskriminiert! Wo bitte bleibt da die Männerquote??? Wenn vorgegaukeltes Kindeswohl (welches zumeist nur unterhaltsgesteuert ist) mehr zählt als die Tatsache,das Kinder zu ihrer Meinung manipuliert werden und das oft mit Mitteln bei denen sich jeden Psychologen und nomaldenkenden Menschen der Magen umdrehen würde und welche psychischen Folgeschäden das für die Kinder hat, dann Gute Nacht Gerechtigkeit.

christ schrieb am 16.02.2020, 12:56 Uhr

ich erlebe das filmskript gerade live, exakt wie im skript beschrieben - fühlt sich an wie bei lebendigem leib zu verbrennen - und das kind brennt genauso

Claus Fink, Berlin schrieb am 16.02.2020, 12:21 Uhr

Habe nahezu alle Kommentare gelesen - es sind fast immer nur die Stellungnahmen von Müttern oder Vätern zu lesen, die von den wiederlichen Verhältmissen betroffen wurden. Mein Vorschlag, weil dieses Thema eigentlich weltweit von sehr großem Interesse ist: Schafft eine spezielle Kommentar-Rubrik für die KINDER, in der vorallem die Kinder zu WORT kommen können, damit auch sie GEHÖR finden!

Lawe schrieb am 16.02.2020, 11:39 Uhr

Ein großes Lob an den Film. In Bezug auf die Gutachter möchte ich sagen, dass es nicht so ist, als gäbe es keine qualifizierten Ausbildungen bzw Studien. Es gibt den "Master of Science in Rechtspsychologie" und die Ausbildung zum "Fachpsychologen für Rechtspsychologie". Zudem nehmen qualitativ hochwertig arbeitende Gutachter regelmäßig an sogenannten Fachteams teil. Es gibt also qualifizierte Personen. Leider werden häufig unqualifizierte beauftragt.

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