Fragen an Anja Knauer

Inselärztin Filipa (Anja Knauer) ist glücklich mit ihrem neuen Leben auf Mauritius.
Anja Knauer spielt die Inselärztin Filipa Wagner. | Bild: ARD Degeto/Tivoli Film / Diensen Pamben

Rückkehr auf die Trauminsel! Wie war das Gefühl, nach einem Jahr wieder nach Mauritius zu kommen? Wie hat sich die Insel verändert?

Es war ein bisschen wie nach Hause zu kommen. Es war sehr schön, alle Kollegen wiederzusehen und auch das Team war zum größten Teil dasselbe wie letztes Jahr. An der Rezeption wurde ich begrüßt mit "welcome back Miss Island Doctor".

Von Deutschland zum Traumjob im Luxushotel – doch Filipa weiß inzwischen, dass sie ihre Probleme nicht zurücklassen konnte. Mit welchen Herausforderungen wird sie diesmal konfrontiert?

Mit sehr spannenden medizinischen Fällen und vor allem: mit der Liebe. Filipa wird jemanden operieren müssen, der ihr sehr nahe steht, und muss in einem tiefen Familienstreit schlichten. Und auch privat steht sie vor Herausforderungen: Sie trifft auf die Mutter ihres verstorbenen Mannes und öffnet sich endlich wieder der Liebe.

In "Die Inselärztin – Geheimnisse" erfährt der Zuschauer mehr über die schmerzvollen Ereignisse aus Filipas Vergangenheit. Wie ist Filipa bisher damit umgegangen, und woher bezieht sie die Kraft weiterzumachen?

Filipa kann sehr hart zu sich selbst sein und den Blick stur nach vorne richten. Das macht sie zuweilen etwas kühl und unnahbar. In unserem neuen Film "Geheimnisse" kommt Filipa aber an ihre Grenzen. Das erschüttert sie in ihren Grundfesten, wird aber schließlich zur Chance. Am Ende kann man eben nur loslassen, wenn man auch seine Abgründe zulässt.

Sie spielen Inselärztin Filipa jetzt im zweiten Jahr. Wie hat sich die Figur durch die wiederholte Arbeit an ihr verändert? Überrascht Filipa Sie manchmal noch?

Filipa überrascht mich immer wieder mit ihren Fähigkeiten im Operationssaal. Da werde ich als Anja mitunter sehr herausgefordert. Dieses Jahr habe ich ein Wochenende lang Nähen an einem Schweinebauch geübt, und wir haben mit unserem Regisseur Peter Stauch unter Aufsicht eines sehr guten Arztes eine komplizierte Gehirnoperation am Hypocampus einer Schaufensterpuppe durchgeführt.

In "Die Inselärztin – Loslassen" muss Filipa ihre eigenen Gefühle in den Hintergrund stellen, um Daniels Familie nicht zu gefährden. Wie schafft sie das? Wie schaffen Sie es loszulassen, haben Sie hier Ihre persönlichen Strategien entwickelt?

Ich bin mittlerweile sehr gut darin. Das ist das Schöne am Älterwerden, finde ich. Was mich unglücklich macht und ich nicht ändern kann, das lasse ich einfach los. Auf sich selbst verlässt sich auch Filipa am liebsten. Loslassen bedeutet bei ihr aber eher Weglaufen. In "Die Inselärztin – Loslassen" steht Filipa jedoch vor einer emotional kaum lösbaren Situation, die es ihr unmöglich macht, sich einfach aus der Gleichung zu nehmen. Das zu spielen war auch für mich sehr spannend.

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