Hoonah spielt Käthe

Therapiehündin Käthe (Hoonah) tröstet die traurige Johanna (Amely Trinks).
Hoonah spielt den Therapiehund Käthe | Bild: ARD Degeto / Britta Krehl

Zur Rolle

Käthe ist eine Australian-Shepherd-Hündin mit einem außerordentlichen Gespür für Menschen und einer Abneigung gegen Vögel. Sie ist eine ausgebildete Therapiehündin und Pauls treuester Wegbegleiter. Die beiden kennen sich schon lange und sind ein eingespieltes Team. Dank Käthes feinem Spürsinn und Pauls psychologischer Ausbildung gelingt es den beiden immer wieder, ihre Patienten bestmöglich zu betreuen.

Fragen an Carolin Zeidler (Hundetrainerin)

Was muss ein Hund im Filmgeschäft für Eigenschaften mitbringen?

Viele würden meinen, dass ein guter Filmhund vor allem tausend Tricks können muss. Und natürlich ist es nicht irrelevant, dass ein solcher Hund in der Lage ist, bestimmte Aufgaben durch erlerntes Können umzusetzen. Viel wichtiger ist es jedoch, dass der Hund Spaß am Arbeiten und Lernen hat. Auch wenn man sich auf viele Szenen vorbereiten kann, gibt es oft unvorhergesehene Herausforderungen, mit denen er konfrontiert wird. Und das nicht selten unter für ihn beunruhigenden Umständen, wie lauten Geräusche oder vielen Menschen, die aufgeregt durch die Gegend laufen. Da braucht es einen gelassenen Hund, der genug Vertrauen hat, sich immer wieder auf neue Situationen einzustellen. Dazu muss er auch bereit sein, mit fremden Menschen zusammenzuarbeiten und Übungen sehr oft zu wiederholen.

Wieso hat man sich bei "Käthe und ich" für einen Australian Shepherd entschieden?

Es wurde ein Hund gesucht, der Spaß am Arbeiten hat, sich längere Zeit konzentrieren und den man für viele verschiedene Aufgaben einsetzen kann. Australian Shepherds sind für ihren Arbeitswillen und ihre Intelligenz bekannt, zudem sind sie sehr ausdauernd. Richtig sozialisiert und trainiert können sie wunderbare Partner bei der Arbeit am Set sein. Hoonah alias Käthe zum Beispiel ist ein unheimlich sozialer Hund, der sehr interessiert an seiner Umwelt ist und neuen Situationen mutig begegnet. Außerdem war sie erst ein knappes Jahr alt, als die Entscheidung für sie fiel. So konnten wir vorher noch viel trainieren und sie bestmöglich auf die Zeit am Set vorbereiten.

Wie würden Sie Hoonah charakterlich beschreiben?

Die perfekte Umschreibung für Hoonah ist: everybody‘s darling. Sie ist sehr präsent, braucht viele Kuscheleinheiten und weiß ganz genau, wie sie sich mit ihrer offenen Art in die Herzen der Menschen schleicht. Sie ist souverän, selbstbewusst und begegnet ihrer Umwelt ausgeglichen und gelassen. Ihre Alltagstauglichkeit in Verbindung mit ihrer Intelligenz und ihrem Arbeitswillen machen sie für mich zum optimalen Begleiter bei der Filmarbeit.

Wie lange haben Sie mit ihr pro Tag trainiert und wie sieht so ein Training aus?

Meistens reicht es, wenn man ihr ein- bis zweimal zeigt, was man von ihr erwartet. Dann hat sie verstanden, was zu tun ist und kann es anschließend in der nächsten Szene wiedergeben. Ansonsten versuchen wir, so oft wie möglich in kleinen Sequenzen von fünf bis zehn Minuten zu trainieren. So sichert man sich die Konzentration des Hundes und hält seine Freude am Arbeiten auf einem hohen Level.

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