Fragen an Tanja Wedhorn

Nora Kaminski (Tanja Wedhorn) hat ein attraktives Jobangebot, das sie eigentlich nicht ablehnen kann.
Tanja Wedhorn in ihrer Rolle als Nora Kaminski. | Bild: ARD Degeto / Boris Laewen

Nora steht zu Beginn des neuen Films kurz vor einer wichtigen Jobentscheidung: Ein lukratives Angebot in Berlin oder ein Job an dem das Herz hängt? Wie würden Sie das für sich abwägen?

Meine Oma hatte damals, als ich nach dem Abi entscheiden musste, ob ich im Reisebüro meiner Eltern einsteige oder doch versuchen soll, Schauspielerin zu werden, gesagt: "Schätzchen, Deinen Beruf machst du mindestens 45 Jahre. Such Dir einen aus, der Dir Spaß macht". Hab ich befolgt und nie bereut ...

Sind Sie denn eher der Stadt- oder doch mehr Landmensch? Wie vereinbaren Sie die Hektik, die ein Leben in der Großstadt und im Beruf mit sich bringt, und Ausgeglichenheit für eine gute Work-Life-Balance?

In der Kombination liegt für mich das Glück. Ich liebe Berlin und all die Möglichkeiten, die mir diese Stadt bietet. Wenn ich aber nur noch die Fülle, den Dreck und die zu hohe Schlagzahl wahrnehme, liebe ich das Land. Vier Rehe und ein Fuchs bei einem dreistündigen Spaziergang sind dann genau richtig ...

Abschied nehmen und offen für Neues sein: Nora steht an einem beruflichen und privatem Wendepunkt, mit dem sie sich sehr schwer tut. Wie gehen Sie mit solchen Lebenseinschnitten um, sehen Sie Parallelen zur Rolle?

Abschiede und Neues fallen mir schwer. Ich hänge an Menschen, Orten, Gepflogenheiten. Ein Freund hat mich mal eine "Erhalterin" genannt. Ich glaube, das trifft’s ganz gut.

Hot or Not? Schönheits-OP‘s – Ist das jemals schon ein Thema für Sie gewesen?

Was für ein riesengroßes Thema! Ich stehe unserem Schönheitswahn extrem kritisch gegenüber. Unser aller Augenmerk liegt so sehr auf unserem Äußeren.Wir werden und definieren uns selbst in hohem Maße darüber. Der Druck, all den kursierenden Schönheitsidealen zu entsprechen, ist absurd hoch und das Leid, dem nie entsprechen zu werden oder im Alter natürlich nicht mehr entsprechen zu können, ist wahnsinnig traurig. Ich hoffe, wir kommen irgendwann wieder zur Vernunft. Ich werde versuchen, ohne OPs alt zu werden – ging ja früher auch ...

In den ersten beiden Filmen geht es direkt um Achtsamkeit, Ernährung und Sport. Das ist gerade zu Jahresbeginn ein großes Thema: Welchen Stellenwert hat das Thema für Sie und was halten Sie von Neujahrvorsätzen?

Ich liebe Sport. Ganz freiwillig. Schön, dass es als Nebeneffekt auch noch gesund ist. Ich esse gerne und versuche, eine hübsche Mischung von gesunder Nahrung und Essen, auf das ich ungeachtet von Nährstoffen Lust habe, hinzubekommen... Achtsamkeit und ich werden in diesem Leben keine Freundinnen mehr. Ich gebe immer alles, oft zu viel und dann muss ich mich ausruhen – auch das auf freiwilliger Basis und irgendwie meinem Beruf und meiner Familie geschuldet... Neujahrsvorsätze sind was Tolles – vor allem die, die man gleich ein paar Jahre hintereinander benutzen kann ...

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