Interview mit Uwe Ochsenknecht und Herbert Knaup

Hans und Joachim auf dem Sofa
Hans und Joachim ahnen nicht, dass die clevere Isolde sie gegeneinander ausspielt. Die beiden sollen übergangsweise ihre Tanzschule leiten.  | Bild: ARD Degeto / Barbara Bauriedl

"2 Sturköpfe im Dreivierteltakt" ist eine Buddy-Komödie mit dem sehr ungleichen Paar Joachim und Hans. Macht es Spaß, als Schauspieler in die Rolle solcher Stereotypen zu schlüpfen?

Ochsenknecht: Natürlich. Es macht als Schauspieler vor allem immer Spaß, verschiedene Charaktere zu spielen.
Knaup: Ich sehe Rollen grundsätzlich nicht in einer Typenschublade. Hinter der Fassade des Lebemanns lauern spießige Eigenschaften genauso wie Unsicherheiten im Selbstbewusstsein. Das Aufregende als Schauspieler ist es, die Vielschichtigkeit eines Charakters aufzuzeigen.

Man sagt ja, es sei schwieriger Komödien als Dramen zu spielen. Wie sehen Sie das?

Ochsenknecht: Ich muss ehrlicherweise sagen, dass ich das so nicht empfinde. Mir gehen komödiantische Rollen eher leicht von der Hand. Aber in der Tat, wenn man z.B. kein Gespür für Timing hat, eines der wichtigsten Dinge für Komödien, dann kann das sehr beschwerlich werden.
Knaup: Ich sehe das auch nicht so. Beide Genres sind schwer oder leicht. Es sind unterschiedliche Spielweisen, um zum Ziel zu kommen.

Herr Ochsenknecht, Joachim kann sensationell gut tanzen. Mussten Sie das lernen oder sind Sie auch im echten Leben ein Tanzbär?

Ochsenknecht: In der Tat habe ich immer gerne getanzt. Allerdings keine Standardtänze. Ich hatte kurz davor "Ku’damm 56" gedreht und da einen Tanzlehrer gespielt, wofür ich Tanzunterricht hatte. Das passte also gut.

Herr Knaup, Hans dagegen hat die motorischen Fähigkeiten einer Litfaßsäule. Wie sieht das bei Ihnen aus?

Knaup: Ich kann eigentlich sehr gut tanzen und hab Rhythmus im Blut. Ich musste mich bis an die Schmerzgrenze verstellen.

Hans und Joachim erweisen ihrer Ex Isolde einen Freundschaftsdienst, wenn auch nicht ganz uneigennützig. Sind Sie selbst auch schon mal für einen Freund eingesprungen?

Ochsenknecht: Sicher. Meistens finanziell. Manchmal habe ich das Geld sogar zurück bekommen.
Knaup: Natürlich hilft man dem Freund wenn er ruft, das versteht sich von selbst und natürlich zu jeder Zeit. Das ist ja das Schöne an der Freundschaft. Vertrauen und Verlässlichkeit.

Haben Sie sich von Joachim und Hans während der Dreharbeiten etwas abschauen können?

Ochsenknecht: Vor allem, dass man mit Joachims Lebenseinstellung nicht weiter kommt.
Knaup: Sich die Zeit zu nehmen, um sich die Sinnfrage seines Lebens zu stellen: Wofür lebe ich?

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