Aglaia Szyszkowitz im Interview

Billy Kuckuck (Aglaia Szyszkowitz)
Billy Kuckuck (Aglaia Szyszkowitz)  | Bild: SWR/FFP New Media GmbH / Ben Knabe

Billy Kuckuck hat ihr altes Auto ausrangiert und fährt jetzt E-Roller. Wie umweltbewusst sind Sie selbst?

Ich fliege nur mehr, wenn es gar nicht anders geht und fahre hauptsächlich Zug. Als nächstes steht der Umstieg auf ein kleineres und umweltfreundlicheres Auto am Plan… - aber da ich viel zwischen Graz, wo mein Vater im Altersheim ist, Wien, wo ich gerade eine Wohnung angemietet habe, und München hin- und herflitze, ist das sichere Auto, das ich gerade fahre, schon sehr angenehm (ähem). Aber kommt Zeit, kommt Umstieg. Bald. Nur so kommen wir in die Zukunft, und Menschen, die den Klimaschutz und alles, was damit verbunden ist, ignorieren, sind mir ein Rätsel.

Unversehens lernt Billy durch ihren neuen Klienten ja das Boxermilieu näher kennen – nicht wirklich ihre Welt. Wie sehr mögen Sie selbst Boxkämpfe, haben Sie schon mal zugeschaut?

Ich mag sie gar nicht. Bin zu sensibel dafür, kann das nicht haben, wenn sie sich gegenseitig vermöbeln. Mein Sohn boxt leider selbst auch – bei 1860 München – und klar schult das das Reaktionsvermögen und ist eine hervorragende Selbstverteidigung, aber ich habe Sorgen um seine Nase (lächelt)

Billys Tochter will Poetry-Slammerin werden und verbündet sich mit Billys Mutter, weil sie diesen Wunsch unterstützt – im Gegensatz zu Billy. Gab es innerhalb Ihrer Familie auch schon mal »Verschwörungen« gegen Sie? Wie haben Sie reagiert?

Nein, das gab es nicht. Ich habe zwar ebenfalls eine – nennen wir sie mal »durchsetzungsstarke« – Mutter, aber da sie selbst Therapeutin ist, weiß sie genau um die Bedeutung von Transparenz bei Absprachen und Plänen. Höchstens in Sachen Zucker, also Süßigkeiten bei Kindern, waren wir damals vielleicht verschiedener Meinung. Ich war da bei unserem ersten Sohn anfangs sehr streng, und er hat sich immer total gefreut, dass er bei der Oma endlich mal in Ruhe ein Eis essen konnte.

Apropos Essen, mit einer bolivianischen Köstlichkeit – Pacamutu – möchte Billy ihre Tochter und Mutter überraschen, doch das Reisgericht mit Rindfleisch, Käse und frittierter Yuca-Wurzel schmeckt nicht wirklich. Ist Ihnen das auch schon mal passiert, stundenlang in der Küche zu stehen, und dann ist das Essen leider missraten?

Hm – ich hab tatsächlich schon öfter so gekocht, dass es eher bescheiden geschmeckt hat und dann seeeeehr lange im Kühlschrank stand. Aber was ich jeden 2. Tag mache, ist Erbsenreis in allen Varianten – meine Jungs sind quasi damit aufgewachsen – und der gelingt mir immer!

Billys Nachbar Holger ist sehr speziell, seine Eigenschaften reichen von hilfsbereit bis lästig. Hatten Sie jemals seltsame oder schwierige Nachbarn à la Holger?

Hah! Wir hatten tatsächlich einen sehr besonderen Nachbarn in dem Dorf, in dem wir 18 Jahre lang gelebt haben, der ein bisschen wie Holger war. Er war oft bei uns und wurde »Teil des Ganzen«, auch, weil er sehr kinderlieb und humorvoll ist und mich im Garten unterstützt hat! Er erzählt mir heute noch, wie sehr sich mein großer Sohn mit drei Jahren dafür interessiert hat, den Namen jeder einzelnen Pflanze zu erfahren. Und er hat sich immer SO (!) über mein Essen gefreut – egal, was es war. (lacht)

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