Fragen an Eva Herzig

Mirko (Pasquale Aleardi) trifft seine Jugendliebe Rosa (Eva Herzig) wieder.
Eva Herzig in ihrer Rolle als Rosa. | Bild: ARD Degeto / Thorsten Jander

Rosa und Mirko haben unterschiedliche Wege im Leben gewählt. Trotzdem spüren sie auch nach vielen Jahren noch eine Verbindung. Haben Sie das auch schon einmal erlebt?

Ja. Wenn ich einmal jemanden geliebt habe, bleibt eine Verbindung, was nicht heißt, dass ich diese Menschen unbedingt wieder treffen muss. Mir ist es auch nie passiert, dass ich mit einer vergangenen Liebe meines Lebens wieder eine Beziehung eingegangen bin.

Sie haben gemeinsam mit dem tollen Ensemble im Chor gesungen. Wie haben Sie sich vorbereitet? Und worin steckt hier die Herausforderung?

Vorbereiten durften wir uns alle allein. Meine Kinder konnten die Lieder dann schon mit mir singen, insofern hatte ich so ein bisschen "Chorerfahrung", bevor ich vor laufender Kamera Chormitglied sein durfte! Ach ja, eine gemeinsame Probe vor Drehbeginn hatten wir sogar! Die Herausforderung war, dass wir unsere Stimmen einzeln aufnehmen mussten, bevor wir die Kollegen überhaupt getroffen hatten – und zu diesem Playback haben wir dann gedreht. Also beim Drehen gab es keine Chance der Steigerung mehr.

Haben Sie auch einen Song, der Sie verfolgt? Wenn ja, warum?

Mich verfolgt Gott sei Dank kein Song. Das stell ich mir eher anstrengend vor, verfolgt zu werden! Es gibt viele Songs, die mich durch mein Leben begleiten. Einer, der mich immer wieder verlässlich in meine Kraft und meine Lust und Freude am Leben zurückbringt, ist "Don’t Stop Me Now" von Queen.

Musik verbindet: Was verbindet Sie mit Musik?

Ich liebe Musik, denn Musik verbindet uns auf so vielen Ebenen, berührt unsere Seele, unser Herz. Musik verbindet Menschen unterschiedlichster Kulturen, Musik umgeht den Verstand, das ist oft sehr hilfreich und heilsam.

Im Film spielt Heimat für Rosa eine ganz große Rolle. Wie wichtig war es für Sie privat, Ihre Heimat zu verlassen? Und was bedeutet Ihnen Ihre Heimat?

Für mich war das Verlassen meiner Heimat ein wichtiger Schritt ins Erwachsen- und Freiwerden. Als ich mit 25 Jahren nach Berlin ging, hatte ich ja schon seit sechs Jahren am Burgtheater in Wien gespielt, war erfolgreich, drehte Filme in Österreich, fühlte mich aber eingesperrt. Der Schritt nach Berlin war der in die sogenannte Unsicherheit, in Wahrheit aber in die Freiheit, die ich, je älter ich werde, immer mehr lebe. Nach acht Jahren Berlin lernte ich allerdings meinen Ex-Mann, einen Österreicher, kennen, und so zog es mich wieder in die Heimat zurück. Und ja, ich empfinde auch die mir so vertraute Landschaft, die österreichische Sprache, das österreichische Essen, die österreichische Kultur mit ihren positiven und weniger positiven Aspekten als vertraut und als Heimat. Und natürlich sind mir meine geliebten Menschen, die sich über die ganze Welt verstreuen, Heimat. Mittlerweile finde ich Heimat allerdings auch in mir, im ganzen Universum und darüber hinaus. Mein Heimatbegriff ist also ein weiter!

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