Fragen an Catherine Bode als Marie Huber

Marie (Catherine Bode) und Georg (Thomas Unger) entwickeln ein besseres Verständnis füreinander.
Marie und Georg entwickeln ein besseres Verständnis füreinander. | Bild: ARD Degeto / Arvid Uhlig

Marie und Georg fällt es immer wieder schwer, sich zu einigen, wenn es um die kleine Fritzi geht. Sie sind selbst Mutter, wie regeln Sie das, wenn Ihr Mann bei der Erziehung der Kinder anderer Meinung ist?

Marie und Georg sind wirklich Sturköpfe, das kann ich nicht anders sagen. Ich glaube aber, dass sie eigentlich ziemlich gut zusammenpassen, wenn sie es denn mal zulassen würden. Das Problem ist aber, dass beide jeweils ganz persönlich noch ziemlich große „Baustellen“ haben.Wenn mein Mann zufrieden und ich ausgeglichen bin, sind wir auch in den Erziehungsfragen schneller einer Meinung. Da geht es dann nicht primär ums „Recht haben“, weil man dem anderen etwas beweisen muss, sondern darum, was das Beste für das Kind ist. Und das bekommen wir eigentlich immer ganz gut raus. Da hilft uns ganz nebenbei auch die Erfahrung, die bei fünf gemeinsamen Kindern im Laufe der Jahre zusammengekommen ist.

Marie kümmert sich um die Alpe, hat eine Käserei aufgebaut, steht ihrer todkranken Nachbarin bei – und ist mit Leib und Seele Mutter. Zeit für sich braucht sie nicht, sagt sie.Wie wichtig ist Zeit für Sie selbst?

Marie ist in einer Welt aufgewachsen, in der es "Zeit für sich" nicht so wirklich gibt. Der Alltag einer Bauernfamilie in den Bergen mit eigenen Tieren, einer Käserei und Gastbetrieb ist geprägt von harter Arbeit,frühem Aufstehen, dem Leben mit der Natur und den Jahreszeiten. Da hat sie von Anfang an gelernt, die eigenen Bedürfnisse dem Wohl der ganzen Familie und der Hütte unterzuordnen. Ich persönlich benötige diese Auszeiten unbedingt. Da wir mit vier Kindern zu Hause und beide berufstätig sind, sind diese Auszeiten nur schwer zu finden. Oft sind für mich die wenigen Stunden oder Tage, die mir bei Dreharbeiten zu meiner freien Verfügung stehen, genau diese Oasen. Im Allgäu zum Beispiel gehe ich jede freie Minute wandern,fast täglich in die Sauna und genieße die Zeit ganz alleine beim Musikhören, Sinnieren oder Telefonieren mit Freunden. Zu Hause in Hamburg würde ich, wenn es dann endlich wieder möglich wäre, zum Yoga gehen, in die Sauna, ins Schwimmbad, ins Theater, auf Konzerte, ins Kino, ins Café ... Davon träume ich gerade täglich!

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