Fragen an Theresa Scholze als Lisa Huber

Lisa (Theresa Scholze) liebt Florian (Matthi Faust) immer noch.
Lisa liebt Florian immer noch. | Bild: ARD Degeto / Arvid Uhlig

Lisa hat ihrer Schwester versprochen, auf der Alpe zu helfen und sich auch um ihre kleine Nichte zu kümmern. Allerdings lauert hier auch Konfliktstoff, weil das mit ihrem Job kollidiert.Wo würden Sie selbst Grenzen bei der Hilfsbereitschaft setzen?

Ich bin gerne hilfsbereit. Im Moment z.B. geht es meiner Oma nicht so gut, und wenn ich nicht drehe, gehe ich jeden Tag rüber zu den Großeltern, um meine Mutter bei der Pflege und allem, was ansteht, zu unterstützen. Das ist schön, aber auch anstrengend! Und ich muss meine Batterien dann auch wieder aufladen: bei einem Spaziergang mit einer Freundin, einem Filmabend mit meinem Mann oder einfach nur beim Lesen eines Buches. Ich achte schon darauf, dass es auch mir gutgeht, damit ich Kraft sammeln kann, die ich brauche, um jemanden zu helfen. Bei meiner Schwester oder meinen Freundinnen ist es so, dass wir uns oft gegenseitig helfen und es da eine Art Balance gibt, die sich ganz von alleine einstellt. Ich denke,Hilfsbereitschaft sollte Spaß machen.Wenn man merkt, dass es zur Belastung wird, weil man sich vielleicht zu sehr aufopfert, dann muss man auch mal "Nein" sagen können.

Lisa liebt ihren Beruf als Anwältin, hat aber auch keine Probleme damit, sich einen zusätzlichen Job zu suchen, wenn es gerade nicht so gut läuft. Haben Sie in Ihren Anfangsjahren auch gejobbt? Und könnten Sie sich überhaupt Alternativen zum Schauspielen vorstellen?

Ich habe ja schon sehr früh mit der Schauspielerei angefangen. Mit 15 Jahren habe ich neben der Schule in der Serie "Mensch Pia" mitgespielt, und mit 16 Jahren ging es dann gleich mit "Der letzte Zeuge" weiter. Da war, ehrlich gesagt, keine Zeit für andere Jobs. Ich hab’ gedreht und nebenbei gelernt, um den verpassten Schulstoff nachzuholen.Wobei ich es für eine Schauspielerin oder einen Schauspieler eigentlich gar nicht schlecht finde, wenn sie sich mit anderen Jobs auskennen. Lisa ist beneidenswert pragmatisch. Sie sieht einfach die Möglichkeiten, die sie hat, und nimmt sie wahr. Ich täte mich damit sicher etwas schwerer, weil mir schon sehr viel an der Schauspielerei liegt. Aber gerade jetzt, während der Corona-Pandemie, mache ich mir Gedanken: Theater, Kabarett, Musicals sind geschlossen, und viele Kollegen müssen sich momentan Alternativen überlegen. Da kann ich mir Lisa also als schillerndes Vorbild nehmen und noch etwas dazulernen. Ich denke, ich würde aber schon versuchen, etwas zu machen, das in irgendeiner Art mit der Schauspielerei verwandt ist.

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