Fragen an Christoph M. Ohrt

Karl (Christoph M. Ohrt, Mitte) kehrt für das Begräbnis seines Bruders zurück.
Karl kehrt für das Begräbnis seines Bruders zurück. | Bild: ARD Degeto / Hendrik Heiden

Fragen an Christoph M. Ohrt

Rolle Karl Leitner

Pferde und Pferdezucht gehören zu Karl Leitners Leidenschaften – wie waren die Dreharbeiten mit den Pferden für Sie? Sind Sie „pferdeaffin“, können Sie reiten?

Sagen wir es mal so…ich kann mich oben halten! Als „pferdeaffin“ würde ich das also nicht bezeichnen. Es sind imposante Tiere mit einer durchaus großen Persönlichkeit und Sensibilität. Ich war froh, dass ich nicht wirklich viel reiten musste, denn Pferde merken es sofort, wenn auf ihnen ein Laie sitzt, und machen dann gerne mal, was sie wollen ...

Karl kommt von Berlin zurück in die Berge. Sie haben ja schon in Metropolen wie New York, Los Angeles und Paris gelebt. Fühlen Sie sich in Großstädten wohler oder könnten Sie sich auch „daheim in den Bergen“ für sich selbst vorstellen? Und was bedeutet Ihnen Heimat – wo ist das?

Ich bin ein Großstadtmensch, brauche die Lebendigkeit einer Metropole, und was fast noch wichtiger ist: die kulturellen Angebote von Theater, Konzerten bis hin zu Kino und Kleinkunst. Und doch liebe ich auch die Berge und freue mich immer, wenn ich meine Sachen wieder packen darf. Momentan drehe ich tatsächlich sehr viel in Süddeutschland und lerne so nach Drehschluss und an den Wochenenden wunderschöne Fleckchen unseres Landes kennen. Der Begriff Heimat ist schwierig. Ich lebe in Berlin und fühle mich dort Zuhause. Ich bin aber in Hamburg geboren und immer noch mit Leib und Seele Hamburger. Und ich habe lange in USA gelebt, was auch immer ein Heimatgefühl aufkommen lässt, sobald ich dort lande, um meine Kinder zu besuchen. Vielleicht darf Heimat auch an verschiedenen Orten gleichzeitig sein!

Jahrzehntelang behält Karl ein großes Familiengeheimnis für sich. Wie denken Sie selbst über Familiengeheimnisse? Soll man lieber die Wahrheit sagen – auch wenn’s wehtut – oder den „Sprengstoff“ besser für sich behalten?

Das ist sicherlich nicht pauschal mit ja oder nein zu beantworten. Manchmal will man sich Wahrheiten nicht stellen, manchmal macht man durchaus auch mehr kaputt, wenn alles zerredet wird. Ab und an ist es aber auch wichtig, frühzeitig „ans Eingemachte“ zu gehen und gerade innerhalb der Familie Themen auf den Tisch zu bringen. Ich hatte noch nie ein Familiengeheimnis, das derart brisant war. Wahrscheinlich würde ich aber lieber rechtzeitig drüber reden, als es über Jahre immer größer werden zu lassen.

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