Fragen an Esther Gronenborn

Regisseurin

Freddy (Oliver Wnuk, Mitte) verteidigt seine Kollegin Rita (Kübra Sekin, 2. v. re.) vor zwei Provokateuren (Nicolas Rathod, 2. v. li. und Baris Gül, li.).
Freddy verteidigt seine Kollegin Rita vor zwei Provokateuren. | Bild: ARD Degeto / Volker Roloff

Welche Herausforderungen gab es beim Dreh, gerade unter Pandemie-Bedingungen?

Mit dem wunderbaren Ensemble und der tollen Buchvorlage von Oliver Wnuk war es eine große Freude, den Film umzusetzen. Auch wenn durch die Pandemie sich einige Abläufe komplizierter und auch zeitintensiver gestalten. Szenen mit vielen Menschen im Bild oder mit Kindern, wie die im Kindergarten, bedeuten in der Pandemie natürlich eine Herausforderung. Unser Anspruch war, dass man die Auflagen, die ja teilweise auch die Zahl der Komparsen oder die Abstände der Schauspieler*innen zueinander beeinflussen, später nicht spürt. Die Kamerafrau Yoliswa von Dallwitz und ich haben daher im Vorfeld ein sehr genaues visuelles Konzept erarbeitet, um den Film trotz allem lebendig und nah an den Figuren inszenieren zu können.

Wie war die Zusammenarbeit mit dem Team?

Als Filmschaffende bringt man ja immer eine besondere Leidenschaft für seine Arbeit mit, ob als Set-Runner oder als Regisseurin. Man hat eine große Freude zu sehen, wie die Dinge entstehen. Man freut sich, ein Teil dieses Entstehungsprozesses zu sein. Diese Leidenschaft und das genaue Hinschauen habe ich in jeder einzelnen Abteilung gespürt. Ob der besondere Blick des Ausstatters Eduard Krajewski oder die feine Bildsprache der Kamerafrau Yoliswa von Dallwitz, das wunderbare authentische Spiel, aber auch das komische Timing der Darsteller, allen voran Oliver Wnuk. Bei den Dreharbeiten läuft dies alles zusammen. Dann entsteht eine ganz besondere Atmosphäre am Set. Von diesen Momenten hatten wir eine ganze Menge – wir alle haben gespürt, dies wird ein besonderer und in seiner Komik authentischer Film.

Der Film läuft im Rahmen der ARD-Themenwoche „Stadt.Land.Wandel“. Gab es für Sie Unterschiede beim Dreh auf dem Land vs. in der Stadt bzw. in Konstanz vs. Berlin? Wo drehen Sie bevorzugt?

Ich liebe es, in der Natur zu filmen, und versuche immer, auch die Landschaft in meine Filme einzubauen. Daher plane ich immer extra Einstellungen, die die Atmosphäre der jeweiligen Drehorte einfangen. Beim Montieren der Filme versuche ich mit der Cutterin Ulrike Leipold diese besonderen Momente sprechen zu lassen. Das gilt natürlich auch für die Ansichten in der Stadt. Trotzdem hatten die Dreharbeiten am Bodensee ihren sehr besonderen Reiz. Der See hat eine ganz eigene Präsenz. Das ist vielleicht das Schönste daran, auf dem Land zu drehen: Man spürt, wie stark man Teil der Natur ist. Die Landschaft wird zur heimlichen Hauptdarstellerin.

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