Fragen an Maria Happel als Paula Dennstein

Paula Dennstein (Maria Happel) bespricht mit Therese Schwarz (Martina Ebm) ihre Scheidung.
Paula Dennstein bespricht mit Therese Schwarz ihre Scheidung. | Bild: ARD Degeto/ORF/Film 27 / Hubert Mican

Fragen an Maria Happel als Paula Dennstein

In Ihrer Rolle Paula Dennstein haben Sie von Anfang an mit privaten Problemen zu kämpfen: Ihr Mann betrügt Sie, Ihre Schwiegermutter verachtet Sie – und beide wollen Paula loswerden. Die neue Kanzlei soll Paulas finanzielle Unabhängigkeit sichern. Wie hat die Rolle sich seit dem ersten Film entwickelt?

Nun ja, Paula hat der Komfort-Zone den Rücken gekehrt. Es ist halt wie im Leben – aller Anfang ist schwer. Sie weiß, dass es richtig war, ihren Mann zu verlassen. Aber die ersten Gehversuche sind nicht so einfach wie erhofft! Die Liebe zum Ex ist immer noch da, Einsamkeit, Zweifel! Scheidung hat sowas Endgültiges. Sie muss erst lernen, die Freiheit zu genießen und dazu ihre Partnerin in der Kanzlei besser kennenlernen.

Für ein erfolgreiches Scheidungsverfahren muss Paula noch mal zurück in die Burg ziehen und dort mit den Anfeindungen der Dennsteins leben. Paula schlägt sich in dieser Situation tapfer. Wie hätten Sie sich gefühlt?

Keine zehn Pferde würden mich dahin zurückbringen. Obwohl: Für meine Töchter würde ich das womöglich doch tun – und Paula macht es ja schließlich auch für ihren Sohn …

Der Einzige, der zu Paula hält, ist ihr Sohn Ferdinand. Als Student und angehender Forstwirt hat er schon ausreichend Reife, um mit dem Streit und der Trennung seiner Eltern zurecht zu kommen.

Ferdi ist toll! Er liebt seine Eltern, aber die Eskapaden seines Vaters blieben auch ihm nicht verborgen. Er ist froh, dass die ewigen Streitereien in der Burg Dennstein ein Ende haben. Er ist klug und freut sich auf sein Studium und ist neugierig auf das Leben. Seine Bindung zur Mutter ist eng, er ist ihr eine Stütze. Guter Sohn! So, wie meine Töchter das Beste in meinem Leben sind!

Paula lässt gern auch mal Fünfe gerade sein, übernimmt Fälle pro bono, ohne sich mit ihrer Kanzlei-Partnerin abzustimmen – oder arbeitet mit nicht ganz so lupenreinen Methoden. Finden Sie sich in der Figur wieder?

Paula hat einen stark ausgeprägten Gerechtigkeitssinn. Das passt nicht immer mit geltendem Recht zusammen. Sie ist herzlich und menschlich, aber sie kann auch rigoros sein, wenn sie von etwas überzeugt ist. Sagen wir mal so … Ich wäre gern wie Paula, was die inneren Werte angeht! Äußerlich wäre ich gern etwas dünner. Der Kampf gegen die Pfunde verbindet uns – obwohl ich nicht so gern koche wie Paula, dafür aber wahrscheinlich besser!

Für die neuen Filme „Dennstein & Schwarz“ standen Sie anfänglich ohne Ihre Filmpartnerin Martina Ebm vor der Kamera, weil diese noch im Mutterschutz war. Wie wurde diese Situation aufgefangen?

Wir drehten drei Wochen lang alle Szenen, die ohne Martina möglich waren. Das war okay, aber es hat was gefehlt. Allein unser Gelächter morgens in der Maske – da hatten wir es immer besonders lustig. Umso größer war die Freude, als sie endlich da war. Und dann noch mit einem Baby an Bord, das durch seine pure Anwesenheit alle am Set beflügelte. Martina und ich können uns gut leiden, auch wenn es im Film manchmal nicht so aussieht. Sie ist eine großartige Kollegin!

Sie sind im deutschen Mittelgebirge Spessart geboren, leben aber seit vielen Jahren in Wien. Gedreht wird „Dennstein & Schwarz“ im ländlichen Raum in der Steiermark. Was ist mehr Ihr Ding: Stadt oder Land?

Beides hat seine Vor- und Nachteile. Ich bin auf dem Land aufgewachsen und sehr gerne dort. Nur konnte meine Umgebung meinem Berufswunsch nicht gerecht werden. Der Sprung nach Hamburg war damals für mich gewaltig. Allerdings habe ich schnell die Vorzüge eines Stadtlebens für einen jungen Menschen entdeckt. Heute kann ich es mir durchaus wieder ein bisschen ruhiger vorstellen. Wie immer macht’s die Mischung.

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