Fragen an Martina Ebm als Therese Schwarz

Therese Schwarz (Martina Ebm) bespricht mit Paula Dennstein deren Scheidung
Therese Schwarz bespricht mit Paula Dennstein deren Scheidung. | Bild: ARD Degeto/ORF/Film 27 / Hubert Mican

Fragen an Martina Ebm als Therese Schwarz

Dr. Therese Schwarz ist in den neuen Filmen von „Dennstein & Schwarz“ als Partnerin in eigener Kanzlei souverän in der Selbstständigkeit angekommen. Die Zeiten als angestellte Juristin mit dominantem Chef hat sie hinter sich gelassen …

Therese stand nach dem Rausschmiss aus der Kanzlei vor dem Nichts. In Paula Dennstein hat sie eine Kollegin gefunden, die sehr gegensätzlich ist. Beide teilen aber die gleichen moralischen Werte. Das hilft natürlich, einen solchen Schritt in die Selbstständigkeit zu wagen. Beide entscheiden, alles auf eine Karte zu setzen und sich nicht mehr von Männern instrumentalisieren zu lassen. Ich denke, dass Therese mutig ist und auch einen gewissen Glauben an ihre Fähigkeiten hat. Sie ist definitiv selbstbewusster geworden im Umgang mit ihrer Partnerin und ihren neuen Klienten.

Mit Paula gilt es allerdings, sich zu arrangieren. Die anfänglichen Konkurrentinnen stehen inzwischen auf derselben Seite des Rechts. Wie gestaltet sich die Filmpartnerschaft mit Ihrer Kollegin Maria Happel?

Zwischen den beiden Frauen war schon gegen Ende des ersten Films eine gewisse Solidarität spürbar. Gegensätze können sich ja auch beflügeln. Bei Dennstein & Schwarz wird aus der beruflichen Partnerschaft auch eine freundschaftliche – allerdings mit Hindernissen, da sie Dinge nicht immer gleich bewerten. Es ist ja auch im echten Leben am spannendsten, wenn unterschiedliche Menschen aufeinandertreffen.

In „Schuldenfalle“ verlieben Sie sich in einen attraktiven Herrn, den Sie im Fitness-Center kennenlernen. Wie verhält sich Therese, als ihr Flirt auf beruflicher Ebene zum Gegner wird – und finden Sie ihr Verhalten professionell und dem Berufsethos gerecht?

Meine Figur handelt sehr entschieden – allerdings vorerst nur mit dem Kopf, der Bauch sagt etwas anderes. Therese möchte Liebe und Beruf trennen und arbeitet sehr hart daran, sich nicht zu verlieben. Das fällt ihr jedoch sehr schwer, weil sie einfach mit allen Sinnen verliebt ist. Ihr Vorsatz, Privates strikt vom Beruflichen zu trennen, scheitert vorerst. Aber Therese möchte keine Überraschungen. Dafür ist sie zu strukturiert und braucht Klarheit. Ich persönlich denke, jeder sollte tun und lassen können, was er oder sie möchte – Hauptsache, beide Seiten sind sich einig.

Sie leben in Wien, gedreht wird „Dennstein & Schwarz“ überwiegend in der ländlichen Steiermark bzw. in der Landeshauptstadt Graz. Wie fühlt sich für Sie der Tapetenwechsel von der Großstadt zum Dreh im Ländlichen an?

Da ich auf dem Land aufgewachsen bin, fühle ich mich mit dem Landleben irgendwie verwachsen und freue mich und genieße es, die ländliche Luft einzuatmen, Berge zu besteigen und dieses satte Grün der Wiesen zu sehen. Die Drehzeit von „Dennstein & Schwarz“ ist immer eine ganz besondere und umso schöner, wenn das Rundherum so beeindruckend ist wie die Landschaft in der Steiermark. Es fühlt sich trotz Arbeit nach Entschleunigung an.

Sie haben kurz vor Drehbeginn Ihren dritten Sohn geboren, sind deshalb ein bisschen nach den anderen Darstellern in den Dreh eingestiegen. Wie haben Sie sich während der Drehzeit organisiert?

Ich durfte erst nach dem Mutterschutz arbeiten und musste deswegen später einsteigen. Allerdings konnte ich mit meiner Familie zum Drehort fahren und hatte mein Kind somit rund um die Uhr bei mir. Dass meine Familie bei mir war, hat das Ganze natürlich zu einem besonderen Dreh gemacht. Es war eine schöne Erfahrung zu sehen, wie einfühlsam die Kolleginnen und Kollegen mit der Situation, dass ein Säugling am Set ist, umgegangen sind. Und ich bin sehr froh, eine Familie zu haben, die mich in allem unterstützt und auch hier mitgeholfen hat, damit dieser Dreh funktionieren konnte.

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