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Paula Dennstein (Maria Happel) verteidigt den alleinerziehenden Willi Schulz (Sebastian Hülk) gegen die Klage von Dr. Hofer (Marco Di Sapia, re.).
Paula Dennstein verteidigt den alleinerziehenden Willi Schulz gegen die Klage von Dr. Hofer. Die bestens vernetzte Paula stößt bei ihren Recherchen auf betrügerische Praktiken der Baufirma und deren Makler Tino Matt. Dass sie dabei gegen anwaltliche Regeln verstößt, sorgt für Ärger mit ihrer überaus korrekten Kanzleipartnerin Therese.  | Bild: ARD Degeto/ORF/Film 27 / Hubert Mican

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Statement Enzo Gaier als Ferdinand Dennstein

Sie sind das älteste von fünf Kindern. In „Dennstein & Schwarz“ spielen Sie ein Einzelkind. Hätte Ferdinand die Trennung seiner Eltern anders erlebt, wenn er den elterlichen Streit mit Geschwistern hätte teilen können?

Anders auf jeden Fall. Wie genau, ist schwer zu sagen. Der ganze Charakter Ferdinands müsste neu erschaffen werden, da Geschwister und Familienmitglieder maßgeblich prägend für die Entwicklung eines Menschen sind. Was ich aber sagen kann: Ferdi versucht immer, es allen recht zu machen. Ein Bruder oder eine Schwester bringen unterschiedliche Bedürfnisse, Wünsche, Ängste und Träume mit sich in die Welt. Und so natürlich auch in die Welt des aufmerksamen Ferdinands. Das hätte dann einerseits dazu führen können, dass Ferdinand die Trennung verstärkt wahrnimmt, da er sich des Leids seiner Geschwister bewusst ist, andererseits natürlich aber auch dazu, dass er durch das Teilen des familiären Zwists sich der ganzen Situation nicht hilflos und allein ausgesetzt fühlt.

Statement Sebastian Hülk als Willi Schulz

Miese Tricks eines Fertighaus-Anbieters bringen Sie in „Dennstein & Schwarz“ in eine finanzielle Notlage. Dennoch versuchen Sie in Ihrer Rolle Willi für Ihre Filmtöchter stark zu sein und den Kopf über Wasser zu halten.

Willi und seine Töchter wären nicht die ersten, die an skrupellosen Firmen zugrunde gehen. Diesen Unternehmen sind persönliche Schicksale egal – und für ihren eigenen Profit scheuen sie es nicht, über Leichen zu gehen. Mit allen Mitteln saugen sie das Geld aus ihren Opfern und treiben hilflose Menschen in den Ruin. Dagegen hilft nur eine standhafte, unumstößlich wehrhafte Haltung, für seine Rechte einzustehen. Die Ruhe bewahren, sich hinsetzen, durchatmen, einen Plan schmieden, aufstehen und dann den Plan umsetzen. Und manchmal braucht man halt auch ein bisschen Glück. Denn das Glück ist mit den Tüchtigen. Und Willis großes Glück kommt in Gestalt von Dr. Paula Dennstein daher.

Statement Manuel Rubey als Konrad Wagner

Ihre Figur Konrad – ein erfolgreicher und äußerst charmanter Kommunalpolitiker – sieht sich mit den Vorwürfen des sexuellen Übergriffs konfrontiert und medial demontiert. Wie aktuell ist „Rufmord“ im Kontext von #MeToo – und hätte der Film vor der #MeToo-Bewegung die gleiche starke Aussage gehabt?

Um den zweiten und einfacheren Teil der Frage zuerst zu beantworten: Wahrscheinlich nicht. Ich denke, Rufmord im wortwörtlichen Sinne ist natürlich ein Thema. In den sogenannten sozialen Medien wird oft schneller geurteilt, als eine Meinung gebildet werden kann. Ich finde die #MeToo-Bewegung aber so elementar wichtig, dass der wortwörtliche Rufmord – und hier bitte ich den martialischen Ausdruck zu verzeihen – als Kollateralschaden da und dort nicht toleriert, aber in Kauf genommen werden sollte.

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